{"id":1792,"date":"2010-11-01T06:51:33","date_gmt":"2010-11-01T04:51:33","guid":{"rendered":"http:\/\/de.instergod.ru\/?p=1792"},"modified":"2025-03-23T10:12:17","modified_gmt":"2025-03-23T08:12:17","slug":"save","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instergod.ru\/de\/save\/","title":{"rendered":"Lebhafter Rat"},"content":{"rendered":"<p><em>Anfang August <a href=\"http:\/\/de.instergod.ru\/class\/10-august.html\">rief<\/a> die &#8222;Lokalisierung&#8220; st\u00e4dtische Gruppen auf, in ihrem Seminar teilzunehmen, doch es kamen nur handverlesene wenige.<br \/>\nDie Gr\u00fcnde hierf\u00fcr k\u00f6nnne vielf\u00e4ltig sein. Vielleicht traue man seinen eigenen H\u00e4nden nicht, etwas bewirken zu k\u00f6nnen? \u2014 dann aber traue man denen stadtausw\u00e4rts mehr!<br \/>\nEs gilt also, die Selbstunsicherheit beseitigen helfen. Fremde Beispiele k\u00f6nnen da hilfreich sein. Rat auch.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist in diesem Sinne, da\u00df die St.Petersburger &#8222;Lebhafte Stadt&#8220;, eine der wohl bekanntesten Stadtbau-B\u00fcrgergruppen, sich den Insterburgern hier vorstelle.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-5232\" title=\"Save-St-white\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Save-St-white-450x450.gif\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"450\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Geboren wurde die &#8222;Lebhafte Stadt&#8220; in St.Petersburg im Jahre 2006, als der &#8222;Ochta-Turm&#8220; zum ersten Male Realit\u00e4t werden drohte, und in der Kernstadt die Abrisse historischen Bauten sich h\u00e4uften. Nichteinmal von der Prachtstra\u00dfe Newskij Prospekt machte man damals Halt!<\/p>\n<p>Amtlich eingetragen ist die Bewegung nicht, und auch nicht beruflich: ihre Mitgliedern relrutieren sich aus allen Gesellschaftsfeldern, Architekturpflege ist ihre Erwerbsquelle nicht &#8211; doch dessen ungeachtet erzielen sie durchaus ansehnliche Ergebnisse. So konnte der Abri\u00df vieler Geschichtsbauten in der Innenstadt von St. Petersburg verhindert werden, ferner die Neubauten in den Gr\u00fcnfl\u00e4chen oder neue Karbunkel im der Kernstadt. Rogow-Haus ist dem ein Beispiel, H\u00e4user in der Polosow-Stra\u00dfe, die Gr\u00fcnanlage an der Sjeszhinskaja-Linie, das &#8222;Frunse&#8220;-Kaufhaus usw. In der Rettung ihrer war die &#8222;Lebhafte Stadt&#8220; nie allein, sie arbeite eng mit anderen B\u00fcrgerinitiativen, der Stiftung Denkmalschutz und den Bewohnergruppen, derer Zahl in St.Petersburg bereits in die dutzenden gehe. Kein Sieg also, an dem nicht jemand anders neben der &#8222;Lebhaften Stadt&#8220; Stadt nicht teilnahm!<\/p>\n<p>Die Bewegung mache eines: sie wache dar\u00fcber, ob die geltenden Gesetze beim Abri\u00df und Neubau von Geb\u00e4uden eingehalten werden. Die Petersburger Stadtverordnungen sind eigentlich streng genug, um die Stadt vor sch\u00e4dlichem Neubau zu sch\u00fctzen, sie sind von j\u00fcngster Dauer und an ihrem Zustandekommen hatte die \u00d6ffentlichkeit, einschlie\u00dflich der &#8222;Lebhaften Stadt&#8220;, einen gro\u00dfen Anteil, doch es ist ein offenes Geheimnis, da\u00df ohne die \u00f6ffentliche Kontrolle die Beamten und die Entwickler das Recht zu den eigenen Gunsten biegen.<\/p>\n<p>So ist es z.B. per Gesetz verboten, in St.Petersburg historische Geb\u00e4ude niederzulegen, und alle Vor-1917-Bauten gelten als historisch, mit einer Ausnahme \u2014 wenn die Substanz so marode, da\u00df ihre Ert\u00fcchtigung unm\u00f6glich sei. Ist also kein Abri\u00df mehr m\u00f6glich? \u2014 mitnichten, denn die Beamten ersannen sich eines Tricks. Sie beaupten, der Stand der Technik gestatte es, nahezu jedes Haus zu reparieren, und schlie\u00dfen daraus, da\u00df die Gesetzesnorm dem Buchstaben nach keinen Sinn sinn mehr mache. Um sie mit Sinn zu f\u00fcllen, legen sie sie neu aus, und schon wird aus der technischen M\u00f6glichkeit der Ert\u00fcchtigung die &#8222;wirtschaftliche Vernunft.&#8220; Ein jeder sieht ein, da\u00df uns bei einer solchen Auslegung des Gesetzes der Verlust ganzer Hunderten wertvoller Bauten drohe.<\/p>\n<p>Um dies zur verhindern, wende sich die &#8222;Lebhafte Stadt&#8220; an die Staatsanwaltschaft, ziehe vor Gerichte und \u00fcbergeordnete Instanzen; und das nicht ohne Erfolg. Um die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit auf das Problem zu lenken, veranstalten wir Kundgebungen und Flash Mobs, stellen Streikposten auf usw., bleiben aber stets im gesetzlichen Rahmen.<\/p>\n<p>Die &#8222;Lebhafte Stadt&#8220; ist stets auf der Suche nach neuen Mitgliedern, denn gef\u00e4hrdete H\u00e4user und G\u00e4rten gebe es in St.Petersburg viele, und ein jedes brauche eine Menge Arbeit. Wir sind uns andererseits bewu\u00dft, da\u00df unsere Lage, mit anderen St\u00e4dten verglichen, sogar noch g\u00fcnstig sei, deshalb f\u00f6rdern wir in anderen russischen St\u00e4dten die Bewegungen, die uns im Geiste \u00e4hnlich sind. Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen mit ihnen <href =\"mailto:info@save-spb.ru\">zu teilen: ohne Zweifel ist die Gesetzeslage im St\u00e4dtebau, oder gar die Politik in einer jeden Region eigen, doch n\u00fctzliche Beispiele k\u00f6nne man aus anderer St\u00e4dte Erfahrungen immer ziehen. So lerne St.Petersburg gerade von der leifigen Erfahrung Moskaus, die ein Gro\u00dfteil ihrer Altstadt eingeb\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Macht mit! Kommt nach St.Petersburg!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Antonina Eliseewa, Koordinatorin der &#8222;Lebhaften Stadt&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Kontaktnummer ++7 (962) 700 22 16.<\/em><\/p>\n<\/href>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang August rief die &#8222;Lokalisierung&#8220; st\u00e4dtische Gruppen auf, in ihrem Seminar teilzunehmen, doch es kamen nur handverlesene wenige. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr k\u00f6nnne vielf\u00e4ltig sein. Vielleicht traue man seinen eigenen H\u00e4nden nicht, etwas bewirken zu k\u00f6nnen? \u2014 dann aber traue man denen stadtausw\u00e4rts mehr! Es gilt also, die Selbstunsicherheit beseitigen helfen. 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