{"id":2065,"date":"2011-03-11T13:59:58","date_gmt":"2011-03-11T11:59:58","guid":{"rendered":"http:\/\/de.instergod.ru\/?p=2065"},"modified":"2025-03-25T10:11:36","modified_gmt":"2025-03-25T08:11:36","slug":"novyj-chernyaxovskij","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instergod.ru\/de\/novyj-chernyaxovskij\/","title":{"rendered":"&quot;Neu-Tschernjachowski&quot;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-297\" title=\"Acrobat\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Acrobat.gif\" alt=\"\" width=\"65\" height=\"65\" \/><strong>Festival zeitgen\u00f6ssischer Kunst auf der Insterburger Burg schreibt ein Wettbewerb zur Erlangung der Entwurfsideen eines Denkmals f\u00fcr Iwan Danilowitsch Tschernjachowskij zu Insterburg.<\/strong><br \/>\nGeladen werden Architekten, Bildhauer, Maler, Designer, Dichter, Philosophen und andere.<br \/>\nDie Teilnehmer werden aufgefordert, in freier Form ihre selbst unm\u00f6glichste Gedanken eines neuartigen Denkmals einzureichen: der Phantasie seien keine Schranken gesetzt. Zugleich ist allerdings auch die Umsetzung kein vorrangiges Ziel des Wettbewerbs.<br \/>\nFerner haben die Kuratoren klarzustellen, da\u00df sie keinerlei Pl\u00e4ne hegen, die bestehenden Tschernjachowski-Denkm\u00e4ler abzurei\u00dfen oder umzusiedeln: ihnen gehe es um die Pr\u00fcfung derer Bedeutung und der Bez\u00fcge zur Erinnerung an den sowjetischen General.<\/p>\n<p><em>Sollte der sowjetische Vergangenheit bis auf ihre Grundmauern  zerst\u00f6rt, um Platz f\u00fcr neue Idole zu schaffen? Was geschehe mit den  Hunderten von St\u00e4dten, deren Hauptstra\u00dfe nach Lenin benannt sei? Mehr  noch: Was wird die heutige Gestalt jener Kleinst\u00e4dte sein, die durch und  durch von der sowjetischen Industrie, Toponymik, Kultur und Leben  durchzogen sind? F\u00fcr die Laissez-faire-Politik wird hier kein Platz  sein, aber auch f\u00fcr den bem\u00fchten Patriotismus nicht \u2014 derer habe man in der Form staatstragender Musikkollektive genug, die zu allerlei Jubil\u00e4en die Pl\u00e4tze verschandeln. Um die Frage anzugehen,  bed\u00fcrfe man der Meinung der sich seiner Selbst bewu\u00dften  Geistesgemeinschaft. Nur durch allgemeine Verbreitung der entsprechenden Wettbewerbe und Debatten beeinflusse man das Werden der St\u00e4dte von so verwickelter Geschichte und mit so problembelasteter Zukunft.<br \/>\nEin Denkmal f\u00fcr den sowjetischen Generale, welche Form nehme es heute an, wenn kein Breker-Geselle in die Quere kommt? Was komme, wenn junge  zeitgen\u00f6ssische K\u00fcnstler ein Interesse an diesem Thema gewinnen, und  ihre Meinung \u00fcber eine Gestalt kundtun, die einerseits schon mythisch  sei und die Toponymik einging, andererseits aber noch hinreichend  unausgeleuchtete Stellen in der Biographie aufweise? Die Denkm\u00e4ler von  Heute sind r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt und traditionalistisch, denn Experimente der  Modernisten werden vom B\u00fcrger nicht honoriert und die Postmoderne viel  zu subjektiv sei. Dabei dr\u00e4ngt die Zeit auf neue, sozialvertr\u00e4gliche L\u00f6sungen: Gutes kann der Beginn einer Stadterneuerungswelle werden.<br \/>\nTschernjachowsk wird der Name Insterburgs sein und bleiben, und auch das Russische Nordostpreu\u00dfens ist ohne jeden Zweifel, doch was sagt  der Name ihrer dem Stadtbewohner von Heute? Und was wird ihre  Aussagekraft in 20 Jahren sein? Um die Grundsymbole nicht der  Vergessenheit anheimzugeben, solle man die auffrischen.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dem Sieger winkt eine aktuelle B\u00fcchersammlung zur Architektur des zwanzigsten Jahrhunderts.<\/p>\n<p><strong>Projektanforderungen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Funktionalit\u00e4t und St\u00e4dtebau:<\/strong> Erwartet werden Skizzen von hoher Originalit\u00e4t des L\u00f6sungsansatzes.  Nach dem Wettbewerbsprogramm soll die Entwurfsfindung ablaufen, mit analytisch-kritischem Blick auf die angerissenen Fragenkomplexe.  Die Autoren sollten die Architektursprache nutzen, um einen v\u00f6llig neuen\u00a0&#8222;kritischen Text&#8220; zu bilden, um nachher an die Umsetzung des Angedachten direkt treten zu k\u00f6nnen.  Aktive Umwandlung der st\u00e4dtische Umwelt mit dem Entwurf wird ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft. Bewu\u00dft wird auf den kontextuellen Ansatz verzichtet, denn die Aufgabe laute, wiederaufzubauen, umzuformen, und zwar sowohl den  Stadtraum, als auch seine emotionale und intellektuelle Grundlagen. Im Insterburger Stadtgewebe soll das neue Denkmal die Rolle eines Nukleus einnehmen, aus dem die neue Stadt entsprie\u00dfe. Dieser Stadt neue Architektur werde auf den neue aktualisierten Inhalten zu bauen sein. Den Autoren ist es \u00fcberlassen, ihr Werk nach Bedarf auch als eine grunds\u00e4tzlich neue st\u00e4dtebauliche Einheit aufzufassen, im allgemeinen Kontext der Stadtplanung oder auch autonom (Museum, Kulturzentrum, Gedenkpark, Quartal, usw.).<br \/>\n<strong><br \/>\nKonstruktion und Technik: <\/strong>In den Darstellungen und den Texten zum Entwurfskonzept  des Denkmals sollte eine Kurzbeschreibung der Grundausf\u00fchrung des Anlagetragwerkes und des \u2014 Aufbaues enthalten sein. Nennung und Beschreibung der ausgew\u00e4hlten Systeme je nach Grad der Ausarbeitung des Entwurfes vom Autor zu bestimmen. Besondere Anforderungen oder Einschr\u00e4nkungen betrefflich der Tragwerke,  Materialien, Objekte und Anlagen werden nicht gestellt; Erfindungsgeist und Ausdruckswille sind besonders willkommen. Sofern vom Teilnehmer erw\u00fcnscht, kann ein Umsetzungsschema des jeweiligen Entwurfsvorschlages mit eingereicht werden.<br \/>\n<strong><br \/>\nForm und Gestalt: <\/strong>Je nach Art der Konzept-Idee und der Tiefe seiner Ausarbeitung soll der Teilnehmer im Erl\u00e4uterungsbericht die Grundlagen der Formfindung des entworfenen Objektes darlegen, so z.B. die Umgebung, den Stadtbau, die Technik, die Kritik, das Emotionelle und Geistige, die Metaphysik, das Existenzielle usw. In allen diesen Bereichen its die Wirkung des Bauwerks als einer neuen st\u00e4dtebaulichen Einheit zu ber\u00fccksichtigen.<br \/>\nStil-, Plastik-, Geometrie-, Farb- und andere Vorgaben werden nicht gestellt.<br \/>\nF\u00fcr diejenigen Teilnehmer, die sich mit der st\u00e4dtischen Umwelt besch\u00e4ftigen (gedenken), wird angeregt, ihr Werk als eine Erstlingsbau einer kommenden Gestaltungssatzung aufzufassen, nach dem die zu sanierenden Quartiere sich richten.<\/p>\n<p><strong>Teilnehmerkreis: <\/strong>In erster Linie Architektur- und Kunst-Studenten, auch Architekten, Maler, Bildhauer, Objektgestalter, ferner Philosophen, Dichter und Schriftsteller. Studentische oder berufliche Bezogenheit auf das Themengebiet wird allerdings nicht verlangt; jeder interessierte Laie, der auf seine Art eine Antwort auf die im Programm erhoben Fragen eine L\u00f6sung zu geben vermag, wird ermuntert, diese einzureichen.<\/p>\n<p><strong>Abzugebende Unterlagen, Darstellungsweisen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hauptunterlagen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Bilder:<br \/>\nArchitekturdarstellungen je nach Entwurf (Lagepl\u00e4ne, Grundrisse, Ansichten, Schnitte, Perspektiven, Axonometrien und Mischformen davon), mindestens jedoch ein Bild, welches das Konzenpt bestm\u00f6glich aufschlie\u00dft, und ein Lageschema, aus dem die Positionierung des Entwurfes im existierenden Stadtraum ersichtlich ist. Neben dem Bildteil ist ein Textteil zwingend erfolrderlich.<\/li>\n<li>Texte:<br \/>\nAusreichende Beschreibung des baulichen Konzeptes unter besonderer Ber\u00fccksichtigung aller im Programm genannten Anforderungen und W\u00fcnsche. Neben Begleittexten zu den Baugrafiken k\u00f6nnen auch reine Textarbeiten eingereicht werden, so z.B. Skizzen, Gedichte, Erz\u00e4hlungen, Theaterst\u00fccke usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Abgabe: <\/strong>Alle oder ein Mehrteil der eingereichen Wettbewerbsarbeiten werden vom 16. bis 24. Juli 2011 im Rahmen einer eingens errichteten Media-Installation auf der Burg Insterburg (Ostpreu\u00dfen) dargezeigt. Ausgew\u00e4hlte f\u00fcnf Arbeiten werden in Druckform Bestandteil dieser Installation. Literarische Texte werden im Rahmen besonderer Lesungen vorgetragen und nochmals bei der geplanten abschlie\u00dfenden Podiumsdiskussion. Bei der letzteren werden alle vorgeschlagenen Ideen und der Pr\u00e4sentation des Projektes nochmals kritisch besehen.<br \/>\nJeder Teilnehmer reiche angesichts dessen mindestens eine druckfertige Pr\u00e4sentationstafeln mit dem Text- wie Bildteil seines Beitrages darauf, in der Gr\u00f6\u00dfe von 1000 x 1000 mm und der Aufl\u00f6sung von mindestens 200 dpi. F\u00fcr reine Textbeitr\u00e4ge kann von der Tafelform abgewichen werden und nur eine *.doc- oder *. txt-Datei eingereicht.<br \/>\nEs wird gebeten, neben der Pr\u00e4sentationstafel auch lose Bild- und Textdateien einzusenden, sowohl solche, die auf der Tafel umgesetzt seien, als auch weitere \u2014 diese werden f\u00fcr die Medien-Pr\u00e4sentation von Nutzen sein. Jeder Teilnehmer frei, den Umfang dieser Zusatzdaten selbst zu bestimmen. Ferner k\u00f6nnen Varianten eingereicht werden oder merhere Projekte ein-und-demselben Autors.<\/p>\n<p>Abgabe bis zum 1. Mai 2011<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/New_Chernyakhovsky_reg_form.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-297\" title=\"Acrobat\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Acrobat.gif\" alt=\"\" width=\"65\" height=\"65\" \/><\/a>Anmeldeformular zum Wettbewerb<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/chernyakhovsky.blogspot.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5754\" title=\"Blogspot-logo\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Blogspot-logo.gif\" alt=\"\" width=\"65\" height=\"65\" \/><\/a> Blog des Wettbewerbs<\/p>\n<p><a href=\"mailto:kergelen77@gamail.com\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5753\" title=\"Russianpost\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Russianpost.gif\" alt=\"\" width=\"65\" height=\"65\" \/><\/a> Wettbewerbskurator Dmitri Koslow (St. Petersburg)<\/p>\n<p><a href=\"mailto:r-9@bk.ru\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Russianpost\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Russianpost.gif\" alt=\"\" width=\"65\" height=\"65\" \/><\/a> Wettbewerbskurator Alexander Strugatsch (St. Petersburg)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Festival zeitgen\u00f6ssischer Kunst auf der Insterburger Burg schreibt ein Wettbewerb zur Erlangung der Entwurfsideen eines Denkmals f\u00fcr Iwan Danilowitsch Tschernjachowskij zu Insterburg. 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