{"id":21260,"date":"2010-06-03T19:11:42","date_gmt":"2010-06-03T17:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/de.instergod.ru\/?p=697"},"modified":"2025-03-23T12:46:36","modified_gmt":"2025-03-23T10:46:36","slug":"ulica-rodnaya","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instergod.ru\/de\/ulica-rodnaya\/","title":{"rendered":"\u00ab&#8230;Meine Stra\u00dfe, auch bei Unwetter bist du mir lieb\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Vortrag von Olga Sidorenko, Bewohnerin der Bunten Reihe seit 1956, gehalten am zweiten Tag des Kolloquiums.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Sidorenko_8376.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2374\" style=\"margin: 1px;\" title=\"Sidorenko_8376\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Sidorenko_8376-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Sidorenko_8377-79-80.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-2375\" style=\"margin: 1px;\" title=\"Sidorenko_8377-79-80\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/Sidorenko_8377-79-80-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/0006_95760002.jpg\"><!--more--><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/0001_100_0855.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3047\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0001_100_0855\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/0001_100_0855-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/0006_95760002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3048\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0006_95760002\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/0006_95760002-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Auf dieser Stra\u00dfe lebe ich mein ganzes Leben lang, mit dem Schicksal meiner Freunde und Verwandten ist sie eng verbunden, hier kam mein Sohn auf die Welt. Die Rede ist von der Bunten Reihe; am s\u00fcd\u00f6stlichen Rande der Stadt gelegen, verbindet sie die Kamswyker Allee mit der Chaussee nach Gumbinnen. Auf halber Strecke ist sie von den Bahngleisen durchschnitten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0011_Elevatornaya_Ispolzovan-ser.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3049\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0011_Elevatornaya_Ispolzovan-ser\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0011_Elevatornaya_Ispolzovan-ser-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> E<\/p>\n<p>Einst war es eine wichtige Stadtstra\u00dfe, doch heute scheine es, als w\u00fcrde die Stadt Insterburg am Bahneinschnitt schon zu Ende sein und die Bunte Reihe w\u00e4re nichts als ein Hinterhof\u2026 Die Menschen in unserer Nachbarschaft nennen die Siedlung \u201cFrieda\u201d, wohl in Erinnerung an Frieda Jung, wie einst der Heimatkundker G. Razumnyj vermutete. Die deutsche Dichterin\u00a0Frieda liegt n\u00e4mlich am nahen Friedhof beerdigt.<\/p>\n<p>Jeder wei\u00df, da\u00df es fr\u00fcher alles sch\u00f6ner war, die Blumen bunter, das Vogelgezwitscher fr\u00f6hlicher, die Sonne w\u00e4rmer. So auch meine ersten Erinnerungen an die Bunte Reihe, da war ich im zarten Alter von eineinhalb Jahren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0016_img790.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3050\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0016_img790\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0016_img790-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dieses Foto wurde im Garten hinter dem Haus 24 aufgenommen. Im Zimmer im Obergescho\u00df, hinter dem halbrunden Balkon, wohnte meine Gro\u00dfmutter Helena Petritchenko, die Mutter meiner Mutter. Ich erinnere mich noch an den lauen Sommertag, als man den Fotografen herholte. Alles eilte herbei, mich setzte man im Omagarten auf einen mit wei\u00dfem Frottier gedeckten Hocker, unmittelbar unter dem Apfelbaum. An die \u00c4pfel dieses Baumes erinnere ich mich noch ganz genau: die Fr\u00fcchte dunkelviolett, mit rosa Fruchtfleisch, sehr s\u00fc\u00df und saftig. Sch\u00fcttelte man diese \u00c4pfel in der Hand, rasselten die kleinen schwarzen Glansamen darin wie bei einer echten Babyrassel. Und rieb man ein Apfel mit dem Tuche ab, gl\u00e4nzte es zauberhaft, als ob aus Porzellan. Sie waren eine perfekte Dekoration unserer Weihnachtsb\u00e4ume: die Mutter nahm immer die kleinsten davon und h\u00e4ngte sie am Schw\u00e4nzchen auf. In der ganzen Stra\u00dfe gab es keine sch\u00f6neren und schmackhafteren, nie mehr traf ich diese Sorte. Doch leider ging der Apfelbaum vor etwa 20 Jahren ein, des Alters wegen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Foto: in den H\u00e4nden halte ich einen braunen Kunststoff-Teddy, selber trage ich ein rotes Kleid mit wei\u00dfen P\u00fcnktchen \u2014 von meiner Mutter gen\u00e4ht. Sie konnte das richtig gut; sie hatte N\u00e4hkurse beim\u00a0Offizierskulturhaus besucht. Zuhause steht noch immer ihre N\u00e4hmaschine der Marke \u201cPodolsk\u201d.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0021_100_0904.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3051\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0021_100_0904\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0021_100_0904-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Kleidung, besonders f\u00fcr Kinder, war damals schwer zu beschaffen, darum n\u00e4hte meine Mutter f\u00fcr mich gen\u00e4ht und f\u00fcr sich selbst \u2014 weie viele andere Frauen auch. So hatten wir im Hause stets Modezeitschriften mit Bildern von Modellen von Kinderkleidung und auch Erwachsenenkleidung; an einige Modelle erinnere ich mich heute noch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0026_100_0033.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3053\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0026_100_0033\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0026_100_0033-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0031_100_0032.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3054\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0031_100_0032\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0031_100_0032-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Die Familie meiner Mutter (meine Gro\u00dfmutter und ihre vier Kinder) kam 1947 nach Insterburg und machte sich in der Bunten Reise ein Zuhause. Urspr\u00fcnglich waren sie aus der Ukraine, Rayon Lugansk. Alle Familienmitglieder hatten zun\u00e4chst mit den st\u00e4dtischen Elevatoten verbunden: die Mutter arbeitete als Laborantin dort (eine Aufnahme aus 1947\u201448)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0036_img773.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail  wp-image-3055\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0036_img773\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0036_img773-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a>, die Gro\u00dfmutter als Heizerin <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0041_img768.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3056\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0041_img768\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0041_img768-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a>, Mutters \u00e4ltere Bruder  Paul als Chauffeur.<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0046_img778.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3057\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0046_img778\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0046_img778-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a>.<\/p>\n<p>Viel sp\u00e4ter als meine Gro\u00dfmutter schon im Ruhestand war, gab es nri ihr st\u00e4ndig Besuch von den Kollegen aus den Elevatoren, die sich nach ihrem Wohlbefinden erkundigten, zu den Feiertagen gratulieren, Blumen und Geschenke \u00fcberreichten. Die Familie wohnte in der Bunten Reihe 24 im Obergescho\u00df. Auf dem Bild mit meiner Mutter ist eine Etagennachbarin Mascha Litwinowa.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0056_img772.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3058\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0056_img772\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0056_img772-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit dem Bild ist auch eine Geschichte verkn\u00fcpft: diese Maria hatte einen Soldaten zum Brieffreund, wie viele in jenen Jahren. Einmal stand dieser Soldat vor Versetzung, oder viellecht kurz vor Urlaub (genaueres wei\u00df ich nicht mehr), und erbat sich von Mascha ein Foto: sie\u00a0schicke ihm dieses. Der Soldat kam nun in die Stadt und machte sich auf die Suche nach dem M\u00e4dchen vom Bildern, allerdings nicht etwa Mascha, sondern meine Mutter \u2014 heiraten wollte er sie! Leicht vorstellbar, wie gekr\u00e4nkt die\u00a0Masha war! Unverrichteter Dinge machte der Soldat kehrt\u2026<\/p>\n<p>Zum Vater <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0061_img758.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3059\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0061_img758\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0061_img758-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a>: in Rum\u00e4nien, dann in Deutschland hat er gedient<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0066_img760.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3060\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0066_img760\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0066_img760-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a>, 1948 bis 1950 wurde  er nach Insterburg versetzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0071_img759.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3061\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0071_img759\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0071_img759-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Seine Dienststelle war unweit von der Bunten Reihe, in der Kasernenstra\u00dfe. Als meine Eltern heirateten, war mein Vater nicht mehr in Insterburg, er wurde nach Rayon Kiew versetzt, und dort in der alten Garnisonstadt Belaja Tzerkow kam ich November 1954 auf die Welt. Im Jahre 1955 kehrten meine Eltern nach Insterburg zur\u00fcck, und bekamen zur Unterkunft ein Zimmer in der Bunten Reihe 8, nunmehr 6. Die Wohnung war geteilt, mit zimmerweise fremden Parteien und gemeinsamer K\u00fcche.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0086_IMG_0268_1.jpg\"> <\/a><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0076_IMG_0270.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3063\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0076_IMG_0270\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0076_IMG_0270-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0086_IMG_0268_1.jpg\"><\/a><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0081_IMG_0271.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3064\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0081_IMG_0271\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0081_IMG_0271-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0086_IMG_0268_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3062\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0086_IMG_0268_1\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0086_IMG_0268_1-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sehr gut erinnere ich mich an dieses Zimmer: meine Mutter n\u00e4hte die wei\u00dfen Vorh\u00e4nge an den Fenstern und dem hohen metallenen Kopfteile der Betten, und ich fand es unglaublich sch\u00f6n und feierlich, da\u00df ich sogar ihre Nachbarin einlud, den Blick mit zu genie\u00dfen! Die T\u00fcr zu unserem Zimmer sah so aus \u2014<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0091_IMG_0257.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3065\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0091_IMG_0257\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0091_IMG_0257-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> oben mit drei geriffelten Gl\u00e4sern abgeschlossen. Der Ausatzschlo\u00df an der T\u00fcr schnappte oft selbstt\u00e4tig zu: einmal, als ich des Mittags im Zimmer schlief, knallte die T\u00fcr durch einen Luftzug zu, ohne mich allerdings zu wecken. Die Mutter klopfte und klopfte, doch konnte mich nicht wecken, so tief war mein Schlaf! Man m\u00fc\u00dfte den Vater von der Arbeit holen, der dann eines der Gl\u00e4ser von der T\u00fcr abnahm und das Schlo\u00df von innen bet\u00e4tigte, um die T\u00fcr zu \u00f6ffnen. Das gelang, und besser noch \u2014 ich wachte w\u00e4hrenddessen nichteinmal auf!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0096_img770.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3066\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0096_img770\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0096_img770-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>So sah unsere Familie damals aus. Sp\u00e4ter nahm ein Regimentsmaker diese Aufnahme als Vorlage, ein \u00d6lportr\u00e4t meines Vaters zu malen. Mit massiven Leisten gerahmt, hing es lange bei uns\u00a0 auf dem Zimmer. Irgendwann stellte man es in den Keller ab, und da verfiel es.<\/p>\n<p>Gut kann ich mich an die erste Bekanntschaft mit Kindern der Dunten Reihe erinnern: meine Mutter trug mich auf den Armen aus dem Haus und stand am Hauseingang, als ein Paar M\u00e4dchen sie ansprachen. Erst stritten sie untereinander, wer zuerst sprechen solle, und dann frug die mutigere von den beiden, wie denn mein Name sei. Mutter antwortete: \u201cOlilein\u201d, w\u00e4hrend ich von oben herab auf die M\u00e4dchen mit Interesse herunterschaute.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0101_img764.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3067\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0101_img764\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0101_img764-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Dieses Bild wurde 1957 in unserem Hof des Hauses \u21168 (\u21166) aufgenommen. Der Vater h\u00e4lt mich in seinen Armen. Ich trage dasselbe rote Kleid mit wei\u00dfen Punkten, bin aber schon ein wenig gr\u00f6\u00dfer geworden, und das Kleid reicht mir nicht mehr \u00fcber die Knie. \u00dcber unseren K\u00f6pfen die \u00c4ste des Klarapfel-Baumes, noch vor dem Kriege gepflanzt. Noch lebt es und bringt sogar Fr\u00fcchte, trocknet aber allm\u00e4hlich aus. Rechts sieht man ein Teil des Hofes mit einer Bank an der Wand. Auf der Bank sitzt des Nachbars Gro\u00dfmutter Frau Zharinowa und h\u00e4lt ihre\u00a0Enkelin Natascha auf den Knien hielt seine, meine Altersgenossin aus der Wohnung 2. Sp\u00e4ter wurden wir gute Freundinnen, gingen zusammen zur Schule gegangen, wenn auch nicht in dieselbe Klasse, machten zusammen Hausaufgaben, oft mitten im Hauseingang, auf dem Fensterbrett der Zweischenlandung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0103_img769.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3068\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0103_img769\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0103_img769-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0106_img785.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3069\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0106_img785\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0106_img785-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0111_IMG_0279.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3070\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0111_IMG_0279\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0111_IMG_0279-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0116_IMG_0280.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3071\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0116_IMG_0280\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0116_IMG_0280-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tags\u00fcber waren die Eltern im Betrieb, und wir waren uns selbst \u00fcberlassen. Ich lernte leicht, hatte lauter \u201ceinse\u201d, Natasha hatte es schwieriger, es gab immer wieder auch eine \u201cdrei\u201d, wof\u00fcr ihre Mutter sie oft gescholten, und manchmal auch versohlte. Ich habe es durch die Wand gut geh\u00f6rt, denn wir waren zwischenzeitig von unserer bisherigen Wohnung 1959 in eine andere Gemeinschaftswohnung gezogen, und belegten zwei Zimmer im Erdgescho\u00df (Wohnung 2). Die Zharinows hatten zuvier ein Zimmer in der gleichen Wohnung zu teilen, und waren von uns nur durch eine zugenagelte T\u00fcr getrennt. Sp\u00e4ter mauerte mein Vater diese T\u00fcr zu und trennte die R\u00e4ume. Damals gab es in fast allen Wohnungen zimmerweise Belegung, in den vier Wohnungen eines Hauses wohnten also acht Familien. Die Ausnahmen bildeten die Familien der Oberoffiziere h\u00f6heren Ranges oder irgendwelche Amtsvorsteher: sie hatten eine Wohnung ganz f\u00fcr sich alleine. Die Stra\u00dfe war vor allem durch Milit\u00e4rs bewohnt, Neubauten gab es in Insterburg damals \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0121_img762.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3072\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0121_img762\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0121_img762-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Ein weiteres Bild, am denselben Sommertag des Jahres 1957 aufgenommen: hier stehe ich mit der Nachbarin aus der Wohnung 3, sie hie\u00df Alla Zhukowskaja. Auf dem Boden liegt mein wei\u00dfes Flechtt\u00e4schchen. Im selben Hof sieht man im Hintergrund einen Bock, aus dicken Eisenstangen geschwei\u00dft, hier s\u00e4gten mein Vater und andere Nachbarn Holz f\u00fcr den Ofen. Man sieht die Fliederb\u00fcsche, sie wuchsen beidseitig des Hauszugangs vom Hof aus. Heute steht nur noch de rechte Busch, unter meinem Fenster. Die Bilder zeigen, da\u00df es hinterm Haus einen Freiplatz gab, eine kleine Hofstelle, und anschlie\u00dfend einen Zaun aus Metallstangen mit Maschendraht. Heute sieht es da anders aus:\u00a0<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0131_img780.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3073\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0131_img780\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0131_img780-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> (das Photo is vom selben Stand ausgenommen wie dasjenige von 1957).<\/p>\n<p>Hier  ist ein Bild meines Gartens  aus dem  Hof, rechts vom Eingang stehend: <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0136_00030006.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3075\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0136_00030006\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0136_00030006-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0141_00030008.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3076\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0141_00030008\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0141_00030008-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und so sehen die Stufen aus, der Angang zum Keller und der Durchgang durch ihn: <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0146_img783.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3077\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0146_img783\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0146_img783-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Bis zum Vorjahr waren die Stufen in g\u00e4nzklich zerst\u00f6rten Zustand, das Betreten war regelrecht gef\u00e4hrlich, besonders im Winter: einmal eingeschneit, wurden sie zur Rutschbahn. <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0148_Izob-e-005.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3078\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0148_Izob-e-005\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0148_Izob-e-005-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0149_Izob-e-004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3079\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0149_Izob-e-004\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0149_Izob-e-004-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch im vorigen Jahr kam mein Bruder aus der Armee in die Reserve, er war ja in diesem Haus geboren. Als er diese deprimirende Situation\u00a0 sah, griff er eigenh\u00e4ndig zur Tat und stellte die Stufen und die Landung wieder her. In den Keller ist au\u00dferdem der Zementboden dahin, Reparatur ist dringend notwendig, Estrich ist zu gie\u00dfen.<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0147_00030004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3080\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0147_00030004\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0147_00030004-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>In meiner Kindheit war die Stra\u00dfe gr\u00fcn und sauber. Am Foto meiner Mutter am Hause 2 sieht man am Anfang der Stra\u00dfe einen Holzzaun mit metallenen Beschl\u00e4gen <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0151_img766.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3081\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0151_img766\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0151_img766-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a>.<\/p>\n<p>Von hinterm Zaun sieht man den Preifenstrauch: der bl\u00fcht auch heute jedes Jahr Anfang Juni, seine wei\u00dfen Bl\u00fcten mit gelben Staubgef\u00e4\u00dfchen verbreiten einen sch\u00f6nen Duft, doch wehe, wenn man sie f\u00fcr ein Bouquet abnimmt \u2014 schon wenige Stunden sp\u00e4ter fallen die Bl\u00e4tter ab. Auf dem Foto sieht man auch die fleckigen Pkatten am Gehsteig, mit sichtbarem Korn: jedes Haus hatte eine solche Zuwegung. Und nun dieselbe Stelle heute:<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0156_IMG_0262.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3082\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0156_IMG_0262\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0156_IMG_0262-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als in den 90-er Jahren an der Rostowskaja Stra\u00dfe die Anlagen des Klubs der Armeefreunde DOSAAF entstanden, sah ein jemand darin den Anla\u00df, auch die Bunte Reihe zu \u201cversch\u00f6nern\u201d: die Fahrbahn\u00a0 wurde verbreitet und die Gehwege n\u00e4her an die H\u00e4user ger\u00fcckt. Apshalt kam dazu, und die Buckelsteine hat man loser verlegt, um gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4che mit der gleichen Anzahl Steine zu belegen. Doch etwa aud der H\u00f6he des Hauses 8 hatte man pl\u00f6tzlich genug davon. So sieht es jetzt aus:<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0166_img782.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3083\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0166_img782\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0166_img782-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter legte man Kommunikationskabel zum DOSAAF-Gel\u00e4nde hin, grub daf\u00fcr einen Graben seitlich am Asphaltstreifen und legte Steigbrunnen an <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0176_00030003.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3084\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0176_00030003\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0176_00030003-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0181_00030002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3085\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0181_00030002\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0181_00030002-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0186_100_0028.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3086\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0186_100_0028\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0186_100_0028-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Bild vor dem Hause \u21166.<\/p>\n<p>Am Ende dieser \u201cInnovationen\u201d sind der B\u00fcrgersteig und die Stra\u00dfe verst\u00fcmmelt. Dabei konnten ein wir, die M\u00e4dchen von end-50er \u2014 fr\u00fchen 60er Jahre, einst auf diesem mit akkuraten Zementpl\u00e4ttchen belegten Streifen Hickelkasten spielen! Statt Steine benutzten wir D\u00f6schen von Schuhwichse oder Bonbons, die wir mit Sand gef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Bis in die 70er Jahre auf passierte die Stra\u00dfe regelm\u00e4\u00dfig, mehrmals im Jahr (meist des Nachts) eine Panzerkolonne, schickte schwarze Rauchschwaden in den Himmel. Ihnen folgte ein Zug von Tankwagen f\u00fcr die Truppe. Hinter sich schleppten sie Ketten, die laut ratterten. Manchmal wurden die Panzer auch im Schlepp gezogen, auf Riesenlastern. Vor ihren Gedonnere klirrten die Fenstergl\u00e4ser, und ganze H\u00e4user sch\u00fcttelte es. Ein paar Tage sp\u00e4ter zogen die Technikkolonnen wieder zur\u00fcck, und wieder wurden wir aus dem Schlaf gerissen vor L\u00e4rm und Rauch, was auch durch die geschlossenen Fenster drang. Am n\u00e4chsten Morgen sah man auf dem Kopfsteinpflaster Spuren, von den\u00a0Panzerketten aufgerissene \u201cWunden\u201d. Doch es gab auch regelm\u00e4\u00dfige Reparaturen an der Stra\u00dfe und am B\u00fcrgersteig. Des Sommer, wo das Wetter sehr hei\u00df war, kam ein Lastwagen und sp\u00fclte den Staub weg. Der Morgen begann um 6 in der Fr\u00fche mit dem Rascheln von Hausmeister-Besen . Sauber und ordentlich war es, die Stra\u00dfe war gr\u00fcn und gepflegt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0191_img779.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3087\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0191_img779\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0191_img779-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier ist ein Auszug aus der Brosch\u00fcre \u201cTchernjachowsk\u201d aus dem Jahre 1964<\/p>\n<p><em>\u201cDie Kinder von der Bunten Reihe wenden sich an ihre Altersgenossen mit dem Aufruf, Insterburg in eine Gartenstadt zu verwandeln. Die Unterzeichner, Laura und Nadia Wetoschkina, Walerik Schapurow, L\u00fcda Awdonina, Tamara und Elia Grachowa, Galja Petrowa, Oleg Rybjakow, Walja Nischeta, Nadja Rawtsowa und Wowa Lawrentjew gingen bereits geschlossen ans Werk, ihre Stra\u00dfe zu begr\u00fcnen. Sie pflanzten schon B\u00e4ume und legten Blumenbeete an.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Unter den Bewohnern begann so etwas wie ein Wettbewerb: wessen Vorgarten wird am sch\u00f6nsten bl\u00fchen? Die St\u00e4mme der Ahorne entlang der Stra\u00dfe wurden im Fr\u00fchjahr gewei\u00dft. Die Stadtversch\u00f6nerungsbeh\u00f6rde brachte Buschs\u00e4mlinge (Spierstauden), die Bewohner setzten sie entlang der Vorgartenz\u00e4une, in ihrer Mitte kam ein obligatporisches\u00a0 Pfingstrosen-, Dahlien- oder Schwertlilien-Bett. Die kommunale Immobilienverwaltung verteilte unter den Bewohnern kleine Holzz\u00e4une, etwa einen halben Meter hoch, an allem, die ihre Parzelle ordentlich umz\u00e4unen wollten. Zuletzt geschah das im Jahre 1986.<\/p>\n<p>Vor jedem Haus breitete sich ein Rasen aus, von den Hauswarten regelm\u00e4\u00dfig gem\u00e4ht. Diese einstigen Gr\u00fcninseln vor den H\u00e4usern zeigen sich so, wie auf den Bildern zu sehen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0196_100_0862_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3088\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0196_100_0862_1\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0196_100_0862_1-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0201_100_0869.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3089\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0201_100_0869\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0201_100_0869-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0206_100_0892.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3090\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0206_100_0892\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0206_100_0892-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>da steht vor einem jeden Haus ein oder mehrere Autos allerlei Gr\u00f6\u00dfe. Vom Gras keine Spur, alles zertreten undn zerfahren. Dabei gebe es keine 50\u2014100m, weiter einen ausgebauten Parkplatz (Gagarinstra\u00dfe 19), uns es gebe sogar einen Bundesgesetz, welches das Parken auf unbefestigten oder mit Rasen belegten Fl\u00e4chen verbiete.<\/p>\n<p>Von den Gefahren, die von solchem wilden Parken der ganzen Siedlung drohen, urteilen besser die Experten selbst.<\/p>\n<p>Einst war unsere Stra\u00dfe der vielbefahrene Umweg f\u00fcr LKWs von und nach der Gumbinner Stra\u00dfe, was sich auf dem stets zerfahrenen\u00a0 Belag niederschlug. Sp\u00e4ter gaben ihr die DOSAAF-Fahrsch\u00fcler den Rest, don Reparatur ist sie nun weiter denn je: seit es an der Bahnkreuzung einen Unfall gab, machte man aus unserer Stra\u00dfe eine Sackgasse, und arretierte die Bahnschranke auf ewig zu.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0211_95760009.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3091\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0211_95760009\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0211_95760009-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das verrichgerte selbstredend den Verkehrsflu\u00df, doch sowohl die Fahrbahn, als auch die Gehwege sind immer noch in einem beklagenswerten Zustand. Wenn einmal ein Besuch in der Stadt erwartet wurd, etwa zum Rock-Festival, (die Stra\u00dfe f\u00fchrt auf die Festwiese zu), kommen ein Paar Kipplader mit Sand angefahren und kippen es in die L\u00f6cher \u2014 das war\u00b4s! Die nachmaligen Regen sp\u00fclen den ganzen Sand in die Kanalisation.<\/p>\n<p>Ein weiteres Bild aus den Kindheittagen: ein Pferdewagen f\u00e4hrt die Stra\u00dfe hinauf. Ein Zigeuner, der darin sitzt (es waren aus irgendeinem Grund immer Zigeuner) bimmelt und k\u00fcndigt sein Erscheinen: er sammelt von den Bewohnern alten Lumpen auf Gewicht, und verkaufte f\u00fcr genannte Summe etwas, was jeder damals h\u00e4nderingend suchte, Metall-Kappen zum Einwecken der Wintervorr\u00e4te, f\u00fcrs Eingelegte und Marinierte. Alle unsere M\u00fctter machten sie, und alle br\u00e4uchten sie.\u00a0 F\u00fcr uns Kinder gab es gegen Lumpen einen Ballon mit Pfeiffe daran oder einen sch\u00f6n gl\u00e4nzenden Ball am Gummizug. Darum schmi\u00df man in unseren H\u00e4usern keinen Lappen weg, sondern sammelte sie und hortete, bis der Wagenfahrer wieder bimmelt. An den Wochenenden kamen oft Frauen mit Bauchl\u00e4den und in Sch\u00fcrzen, und hatten etwas unwahrscheinlich tolles, Karamell-H\u00e4hne am Stock, in Gelb und in Rot. Da eilten wir Kinder schnell nach Hause, die Eltern nach Geld f\u00fcr ein oder gar zwei H\u00e4hne anzubetteln.<\/p>\n<p>Jede Familie, mit wenigen Ausnahmen, hielt in den n 50er und 60er, manche sogar bin in den\u00a0 70er Jahren Nutztiere in der Stra\u00dfe: K\u00fche, Schweine, Kaninchen, H\u00fchner. Schuppen und Scheunen wurden hinter den H\u00e4usern, in den H\u00f6fen befindet. Nach dem Morgen- und Abendmelken nrachten die Besitzerinnen frisches Milch an den Mann, jede hatte ihren eigenen Kunden. Wir waren auch darunter, erst von Tante Mascha Stoljarowa (Haus 38), dann von Tante Tanja Gorbunowa (18). F\u00fcr meinen kleinen Sohn nahm ich sp\u00e4ter Milch von Jarows (Haus 24), Schapurows, Awdonins (Haus 12). Allm\u00e4hlich gab es weniger und weniger Milchhalter bis es letztlich gar keine mehr gab.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0216_img767.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3094\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0216_img767\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0216_img767-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Auf dem Bild aus dem Jahre 1960, vor dem heutigen Haus 5 gemacht (damals 7), wir Kinder der Bunten Reihe, meine Altersgenossen. Die 1. Reihe von oben: Ira Dolbisch, L\u00fcba Uschkalowa, Ira Aliyewa. 2. Zeile: ich (Olga Sidorenko), Olga Tschschbakowa, Tanja Uschkalowa. Damals ging keine von uns Kindern der 50er\u201460er Jahre in den Kindergarten, wir wuchsen alle auf unserer Stra\u00dfe auf, spielten zusammen, waren Freunde. Oft waren ganze Familien befreundet. Meine Eltern waren z.B.\u00a0 mit der Familie Majors Dolbisch aus dem Hause 7 befreundet, unserem direkt gegen\u00fcber. Onkel Sascha, das Familienoberhaupt, hatte eine Kameras und ein ganzes Fotolabor zu Hause; hier sind einige Fotos, die er in den fr\u00fchen 60ern in seiner Wohnung und auf der Stra\u00dfe gemacht:\u00a0<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0221_img774.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3095\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0221_img774\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0221_img774-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0226_img775.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3096\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0226_img775\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0226_img775-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eines unserer Familienbilder ist an der Stirnseite des Hauses 2 aufgenommen: <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0231_img771.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3097\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0231_img771\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0231_img771-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> So sieht es dort heute aus: <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0236_IMG_0260.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3098\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0236_IMG_0260\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0236_IMG_0260-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0241_100_0559.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3099\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0241_100_0559\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0241_100_0559-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der beliebteste Ort f\u00fcr Spazierg\u00e4nge und Entspannung f\u00fcr Erwachsene und Kinder sp\u00e4ten 50er \u2014 fr\u00fchen 60er Jahre war der Stadtpark in der Kamswyker Allee, der ehemalige Friedhof Insterburgs. Hier bin ich mit meinen Eltern darin, auf einer Lichtung, rechts vom Eingang<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0246_img763.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3100\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0246_img763\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0246_img763-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0251_img765.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3101\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0251_img765\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0251_img765-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Kleid n\u00e4hte mir meine Mutter, eine wei\u00dfe Bluse mit blauen Schleifchen und einen blauen Rock. Gut kann ich mich ans gro\u00dfe Caroussel an der Hauptallee des Parks, an die anderen Anlagen wie \u201cRiesenschritte\u201d, die Schiffsschaukel und andere. Einen Sommerkino gab es, wo Filme in der Abendd\u00e4mmerung liefen, etwa ab 21:00 Uhr. Die Eltern nahm mich immer mit, und die anderen Kinder, um nicht zahlen zu m\u00fcssen, schauten sich die Filme von den nahen B\u00e4ume an. Einmal gingen wir mit den Eltern in der Dunkelheit nach dem Film nach Hause, und pl\u00f6tzlich sah ich ein schimmerndes Lichtchen am Weg. Ich dachte, es w\u00e4re ein Gl\u00fchw\u00fcrmchen, lief auf den Leuchtpunkt auf einem Baumstumpf zu, der Vater richtete seine Taschenlampe darauf \u2014 es stellte sich heraus, es war nur ein Zunder, wie mir die Mutter erkl\u00e4rte. Meine Entt\u00e4uschung kannte keine Grenzen\u2026<\/p>\n<p>In der Tiefe des Parks, rechterhand auf einer Lichtung, wurde eine leichte Sommerb\u00fchne erbaut. An den Feiertagen gab es hier Laienkonzerte vom Offizierskultirhaus der Garnison. Unsere Nachbarin, Tante Tanja Nitscheta aus dem Hause \u2116 8 (ehedem Haus 10) hatte da oft Solopartien. Einmal, so meine Mutter, gestattete sich der Ansager einen Ulk, und sprach von einem ukrainischen Volkslied \u201cSchwarze Augen\u201d, oder auf Russisch \u2014 braune\u201d.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, im Jungpionier-Alter (Mitte der 60er), gingen wir Kinder von der Bunten Reihe und umliegenden Stra\u00dfen in den Sommermonaten zum Pionierappellplatz, welches von der Pestalozzischule im Park angelegt wurde. Der Platz lag links von der Hauptallee. Jeden Morgen standen wir da an, die Fahne wurde hochgezogen, marschieren in Reih und Glied, lernten die Parolen und die Pionierlieder. Aus wei\u00dfem und rotem Ziegelschutt haben wir auf dem Boden Pioniersymbole angelegt: den Fackel, den Stern, die Sonne mit Strahlen, usw. Unsere Pionierf\u00fchrerin leitete unsere Spiele und gab beim Liedersingen den Ton an, mit ihr gingen wir ins st\u00e4dtische Kino \u201cDer Sto\u00dfarbeiter\u201d (Bahnhofstra\u00dfe). Des Mittags wurde die Flagge abgelassen und die F\u00fchrerin nahm sie mit; manchmal wurde es auch einem von uns angetraut, die Flagge zu Hause zu nehmen. Heute sieht der Appellplatz so aus:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0256_100_0016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3102\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0256_100_0016\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0256_100_0016-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a>.<\/p>\n<p>Heute schaue ich mit Bedauen auf die 6-10-j\u00e4hrigen Kinder: weder spielen sie Ball, noch k\u00f6nnen sie Seil springen, im bestens Falle sind ihre Spiele lauter sinnlose Kleinschl\u00e4gereien. Wir hatten ganz andere Spiele, die schulten unser Geschick, unsere Ausdauer, doch vor allem waren sie gutm\u00fctig. Kennen sie heutigen Kinder so etwas?.. Ausnahmslos alle, auch die Jungs, drehten bei uns\u00a0 Hulahups, es war eine popul\u00e4re Neuheit. Am meisten gesch\u00e4tzt waren die Aluringe, jene aus Kunststoff sch\u00e4tzte man weniger. Oft spielte man \u201cGorodki\u201d. Um eine ebene Stelle f\u00fcr dieses Spiel zu finden, gingen wir an die Br\u00fccke und die Hyppodromstra\u00dfe, da gab es rechterhand eine deutsche Asphaltstra\u00dfe, die wir einfach \u201cdie Glatte\u201d nannten, zur Angerapp\u00a0 hinab, und es gab kaum Verkehr, soda\u00df wir niemalden st\u00f6rten. Die Jungs spielten Fu\u00dfball im Park, dort legte die Hausverwaltung einen Fu\u00dfballfeld mit Toren an. \u201cR\u00e4uber und Gendarm\u201d war ein weiterer Favorit, da schw\u00e4rmte man in die umliegenden H\u00f6fe und G\u00e4rten, schlich in fremde Scheunen, versteckte sich in den B\u00e4umen in anderer Leute G\u00e4rten. Nach so einem Spiel kam ich oft nach Hause in einem am Zaun oder Baum zerrissenes Kleid, da gab es von der Mutter gleich etwas auf die Ohren. Im Herbst gab es einen weiteren Spa\u00df: des Tages fegten die Hausmeister riesige Haufen von Ahornbl\u00e4ttern zusammen, und wir zundeten sie am Abend an, um dann \u00fcber sie zu springen! Die Hausmeister wollten uns stets verjagen, von den anderen Erwachsenen gab es Schimpfe, denn der Rauch von diesen Feuern zog bei offenen Fenstern in die Wohnungen, uns ermutigte sowas nur, weiter zu machen. Im Winter lief man Skif in den Feldern hinter der linken (ungeraden) Stra\u00dfenseite, bei den sogenannten Rote-Flotte-Datschen. Skifer hatten wir h\u00f6lzerne, aus Armeebest\u00e4nden. Auch mir brachte mein Vater einmal solche Soldatenskier mit metallischen Schnappbildungen. Alle Kinder hatten Schlitten, wobei die Schlitten mit R\u00fccklehne besonders gesch\u00e4tzt wurden: da konnte man als Kind sich zur\u00fccklehnen und keine Angst haben, im Schlepp zum Schlitten zu fallen. Mein Schkitten hatte keine Lehne, doch in den Wehrwerkst\u00e4tten schwei\u00dfte man eine an ihn heran: sch\u00f6n halbrund geformt, aus Metall. Weit konnte man mit ihm runtergleiten, wo doch unsere Stra\u00dfe bergab gehe!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0261_100_0015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3103\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0261_100_0015\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0261_100_0015-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0263_100_0013.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3104\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0263_100_0013\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0263_100_0013-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Herangewachsen, verbrachten die Kinder unserer Stra\u00dfe buchst\u00e4blich den ganzen Sommer an der nahen Angerapp: man mu\u00dfte nur durch den Park und den Steilhang hinunter, schon war man da. Von Zuhause nahm man etwas E\u00dfbares mit (Gurke, ein B\u00fcndel Radieschen, Brot, etwas zu trinken und dazu ein Buch), und schon ging es f\u00fcr den ganzen Tag an den Flu\u00df! Den Laken ausgebreitet, badete man, bis die Haut ganz blau ward, kehrte wieder ans Ufer um zu trocknen und sich zu w\u00e4rmen, las zwischenzeitig etwas aus dem Buch \u2014 und sprang wieder ins Wasser. Schwimmen konnte jeder, es war ein Leichtes, den Flu\u00df zu queren. Begebe man sich heute an die Orte meiner Kindheit, so erleide man einen Schock! Trotz der F\u00fclle der Umweltschutzgesetze k\u00fcmmere sich keiner um sie und \u00fcberwache keine ihre Umsetzung. Die ganze Uferkante ist vollgestellt mit Gem\u00fcseg\u00e4rten, Misthaufen und Schuppen, bis ans Wasser heran. Kaum ist man in der Lage, an den Flu\u00df zu kommen: \u00fcberall stehen Z\u00e4une und Hecken! Nirgends ein Platz zum Sonnenbaden, und auch die W\u00e4sser sind seicht und schlammig geworden.<\/p>\n<p>In der Mitte der 60er Jahre gab es auf der Stra\u00dfe bei den ersten zwei Familien die ersten Fernseher: bei den Soschtschenkos (Haus 7, Wohnung 2) und bei den Kiselews (Haus 8, Wohnung 4). Wir Kinder bettelten sie oft darum, bei ihnen einen Film oder einen Zeichentrickfilm sehen zu d\u00fcrfen. Sie haben immer zugestimmt. Wir zogen unsere Schuhe im Flur aus, setzten uns direkt auf den Teppich (die Gastgeber hatten nicht genug St\u00fchle f\u00fcr uns alle) und schauten fern. Im Jahre 1966 sa\u00dfen alle M\u00e4nner unserer Stra\u00dfe bei den Soschtschenkos, um das Halbfinal-Fu\u00dfballspiel der Weltmeisterschaft zwischen der Sowjetunion und Bundesrepublik zu sehen. Was waren unsere V\u00e4ter f\u00fcr bereisterte Fans! Und wir, die Kinder, fieberten mit. Doch unsere Mannschaft verlor\u2026<\/p>\n<p>Als Kind hatte ich Angst, allein zu Hause zu bleiben. Darum suchte ich nach Ablekung, wenn man mich zu Hause abschlo\u00df: malte auf der Fensterbank, knenene etwas aus Plastilin. Einmal dachten die Eltern, ich werde davon kurzsichtig, so nah beugte ich mich an meinen\u00a0 Album heran, und wollten\u00a0 Gegegenma\u00dfnahmen ergrefen \u2014 die Mutter versteckte, als sie zur Arbeit war, Bleistifte und Alben hoch auf dem Schrank. Doch ich hatte es durchschaut und lernte schnell, mich auf einen schr\u00e4ggestellten Stuhl aufbauend, das Gesuchte wieder vom Schrank zu holen. Vor Mutters R\u00fcckkehr legte ich alles ordentlich wieder hin. Sp\u00e4ter, als ich sieben war, wollten meine Eltern mich auf die Kunstschule schicken, doch es stellte sich heraus, da\u00df dort nur Zehnj\u00e4hrige angenommen werden. Pech gechabt? \u2014 mitnichten, denn im im selben Hause in der Wilhelmstra\u00dfe sa\u00df auch die Musikschule, die eine solche Beschr\u00e4nkung nicht hatte. So kam ich auf die Musikschule. Aus Litauen brachte mein Vater mit dem Milit\u00e4rauto einen Klavier der Marke \u201cSmolensk\u201d. \u201cEine Katze im Sack habe ich gekauft,\u201d erinnerte er sich sp\u00e4ter, denn das Klavier warde in eine Holzkiste verpackt, von niemalndem zuvor gesehen und nicht gepr\u00fcft. Soldaten schleppten es Klavier in die Wohnung. Als man die Kiste aufri\u00df und den Packpapier entfernte, verschlug es mir den Atem: ein schwarzes gl\u00e4nzend poliertes Klavier mit einem magischen Muster auf der Vorderseite und silbernen Pedalen stand bei uns mitten im Zimmed! Sp\u00e4ter kamen andere Kinder von den Nachbarn zu uns mit dem Vorwand, spielen zu wollen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0271_Izobrazhenie-007.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3105\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0271_Izobrazhenie-007\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0271_Izobrazhenie-007-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gut kann ich mich an den kleinen Lebensmittelladen im Hause 2 erinnern <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0356_100_0894.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3117\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0356_100_0894\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0356_100_0894-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0276_IMG_0263.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3106\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0276_IMG_0263\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0276_IMG_0263-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> (der Eingang ist jetzt zugemauert),<\/p>\n<p>wo wir Kinder oft hinliefen, um f\u00fcr 10 Kopecken S\u00fc\u00dfes zu kaufen, etwa die W\u00fcrfel gepressten Kakaos oder gezuckerten Kaffee. F\u00fcr dieselben 10 Kopecken konnte man aber auch 100g Dragees haben, oder gef\u00fcllte Karamellkissen mit Kakaostreuseln. Manchmal gab es auch Rosa-Briketts von Gr\u00fctzekonzentrat (aus St\u00e4rke und Zucker), an denen wir, die Stra\u00dfe entlang laufend, knabberten, bis uns der Magen schmerzte. Unverge\u00dflich sind die Chruschtschowzeitigen Brotschlangen am denselben Laden: Stunden \u00fcber Stunden warteten wir, von unseren Eltern vorangeschickt, bis das Brotauto komme. Jeder konnte nur ein Laib haben, soda\u00df die Verk\u00e4uferin bald alle unsere Familienmitglieder auswendig kannte. Sp\u00e4ter wurde das Gesch\u00e4ft leider geschlossen und der Raum dem Zivilschutz als Ortsstab \u00fcbergeben. Der Eintritt war frei, und wir Kinder liefen immer wieder hinein, um uns die Bilder an den W\u00e4nden anzuschauen, es gab zudem Plakate mit Soldaten im Chemievollschutz, und dann gleich diese Leinen-Overalls mit Kapuzen zu sehen, die Atemschutzger\u00e4te, die Masken usw. Dort sah ich zum ersten Mal den Atompitz \u2014 im Modell, versteht sich. Am\u00a0 Tisch nahe dem Fenster sa\u00df da immer fester Mann, der wie ein pensionierter Soldat aussah. Einmal, offensichtlich hat er da neue Schauvorlagen bekommen, wollte er die Vitrine ausschm\u00fccken: so sahen wir Kinder eines Morgens mit Schreck einen mit Wunden \u00fcbers\u00e4hten menschlichen Kopf mit geschlossenen Augen, lose Beine mit Blasen und in wei\u00dfen Puschen, verst\u00fcmmelte H\u00e4nde mit Spuren von Strahlung und chemischen Waffen. \u00c4ltere Kinder begriffen leicht, da\u00df es keine echten Menschenteile seien, doch den Kleineren hat es so einen Schreck eingejagt, da\u00df gar Angst hatten, an den Fenstern entlang zu laufen. Etwa einen Monat gab es diese \u201cerfreuliche\u201d Fensterschau, dann beschwerte sich jemand von den Eltern, und die St\u00fccke wurden ins Innere verbracht. Mitte der 60er machte man aus den R\u00e4umlichkeitenWohnfl\u00e4chen. Nacheinander\u00a0 lebten dort mehrere Familien, bis dei der letzten (Skladtschenko Galina) nicht ein Feuer ausbrach: die Lumpen hinterm Ofen fingen Feuer und der Boden brannte durch. Das Feuer war schnell ge\u00f6l\u00f6scht, aber seitdem halten sich die Mieter ausw\u00e4rts, in der in der Memeler Stra\u00dfe 6, Wohnung 32 beigelegt. Der Ladenraum steht leer und verkommt. Durch gebrochene Scheiben kommen Stra\u00dfenkatzen und hausen darin. Derzeit sieht der Raum dort so aus:<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0281-0286_IMG_0264-0265.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3107\" title=\"0281-0286_IMG_0264-0265\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0281-0286_IMG_0264-0265-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>In 60-er Jahren kam Naturgas auf die Stra\u00dfe. R\u00fcckseitig entlang der Hausfassaden wurden Rohre gezogen, <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0291_00030007.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3108\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0291_00030007\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0291_00030007-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> und Gas\u00f6fen in den Wohnungen aufgebaut.<\/p>\n<p>Davor benutzten alle Petroleumkocher oder Primus-Kocher, die ru\u00dften sehr. Alle T\u00f6pfe waren schwarz vor Ru\u00df, mit Sand oder Natron hatte man sie unentwegt zu reinigen. Manchmal ging auch der Kerosintank im Kocher pl\u00f6tzlich in Flammen auf und mu\u00dfte eils gel\u00f6scht werden, zuweilen ging es nicht anders, als ihn schnell aus dem Fenster zu werfen, in den Hof zu einen und da zu l\u00f6schen. Im Winter heizten man den K\u00fcchenofen auf:<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0296_95760004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3109\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0296_95760004\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0296_95760004-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>In unserer Wochung hatten wir eine Kochmachine mit wei\u00dfen blaugfepunkteten Kacheln. Auf dem Herd gab es zwei Heizplatten mit metallischen Kreisen, da setzte man T\u00f6pfe beim Kochen. Ein Metallrohr ging an die Kochmachine heran, wohl ein Gasrohr von vor dem Kriege: zu meiner Zeit heizten wir nur mit Kohle und Brennholz. An der Seite hatte die Kochmachine einen Backofen hinter einer Schwingt\u00fcr \u2014 daran hatte sich mein zweij\u00e4hriger Bruder sich einmal beim herumrennen einen starken Ri\u00df geholt, die Narbe blieb, auch als die Wunde verheilte. Die Kochmachine war an der Seite ,it dem Heizofen verbunden, wobei\u00a0 eine Seite des Ofens schon im Nachbarzimmer stand. Mit der Gr\u00f6\u00dfe von blo\u00df 8 qm wird es wohl ein Kinderzimmer gewesen sein. Meine Eltern nahmen die Kochmachine heraus, sobald man Gas in die Wohnungen bekam, und bielie\u00dfen nur den Ofen. Die Vorkriegs-Gasleitung an der Wand zum Hern verlaufend, schnitt man heraus. Viele Bewohner entfernten auch die drei bis dahin vorhandenen \u00d6fen, uns sattelten auf Heizkessel oder Eletrik um. Im urspr\u00fcnglichen Zustand sind heuten die Kochherde nur im Hause 10, Wohnung 3, und im Haus 7, Wohnung 1.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0301_95760005.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3110\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0301_95760005\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0301_95760005-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0306_95760006.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3111\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0306_95760006\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0306_95760006-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0311_95760007.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3112\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0311_95760007\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0311_95760007-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mitte der 70er Jahre hat man die undichten  D\u00e4cher auf der Stra\u00dfe repariert, und dabei an einigen Stellen die Dachziegeln mit Wellasbest ersetzt <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0341-0346_100_0021-0020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3113\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0341-0346_100_0021-0020\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0341-0346_100_0021-0020-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> (im Bild das Haus 5).<\/p>\n<p>Die Bewohner unseres Hauses 6 lehnten solche Umgestaltung ab. Daraufhin verschwand vom Dach die Gaube, und die so entstandene L\u00fccke wurde mit Dachziegeln geschlossen. Andere H\u00e4user verfuhren \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>Ein paar Jahre zuvor hat man an der Fassade Kabel gespannt, und die Hausw\u00e4nde damit verunziert:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0326_IMG_0268_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3114\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0326_IMG_0268_2\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0326_IMG_0268_2-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0331_IMG_0274.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3115\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0331_IMG_0274\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0331_IMG_0274-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0336_IMG_0275.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3116\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0336_IMG_0275\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0336_IMG_0275-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eines Wortes sind auch die sogenannten Fachleute der st\u00e4dtischen Wasserwerke w\u00fcrdig. Vor zwei Jahren war bei uns im Hause die\u00a0 Kanalisation verstopt (ein Nachbar aus der Wohnung 3 sp\u00fclte die Reste seiner Renovierung da hinunter), und die Keller sind \u00fcberflutet worden. Ohne viel nachzudenken, riefen wir die Wasserwerke an. Gekommen waren sie zwar, doch ohne Werkzeug, einem fexiblem Draht von geh\u00f6riger L\u00e4nge. Da namen sie ein Brecheisen und schlugen ein Loch im Regenwasserrohr, was sie mit der Kanalisation auf diese Weise kurzschlossen! Die Grube mit dem Regenrohr liegt in \u201cmeinem\u201d Kellerbereich, ich k\u00e4mpfte f\u00fcr den Erhalt der anstandslos zu gebrauchenden Keramikrohre, doch wurde sanft zur Seite geschoben: vor meinen Augen zerschlugen sie r\u00fccksichtslos das Rohr, legten ein St\u00fcck Dachziegel oben drauf, begossen das ganze mit angeblichen \u201cFl\u00fcssigglas\u201d, und hielten ihre Arbeit f\u00fcr erledigt. Seitdem steht mein Keller bei Regen stets unter Wasser, alles modert, und Horden von Insekten nisten darin. Ein weiteres Problem kam seit einiger Zeit bei den Bewohnern der Erdgeschosse auf: die Rotameisen-Plage.<\/p>\n<p>Alle Kinder von der Bunten Reihe gingen auf die Pestalozzischule in der Kasernenstra\u00dfe. Jede Schule hatte damals einen Schulbezirk, Kinder aus anderen Nachbarschaften hatten keinen Zugang.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0051_img776.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3136\" title=\"0051_img776\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0051_img776-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Im Jahre 1962 wurde ich eingeschult: <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0361_img777.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3118\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0361_img777\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0361_img777-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0361_img777.gif\"> <\/a><\/p>\n<p>Im  gleichen Jahr wurde mein j\u00fcngerer Bruder geboren. <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0413_img756.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3137\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0413_img756\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0413_img756-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> Auch er wuchs in der Bunten Reihe auf, auch er ging auf die Pestalozzischule. Auf dem Foto  stehen wir mit meinem Bruder an unserer Schule: <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0366_img781.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3119\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0366_img781\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0366_img781-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a>.<\/p>\n<p>Die neuen Bewohner, aus\u00a0Zentralasien umgesiedelt, gestatten sich eigene \u201cDesigner\u201d-Eingriffe ins \u00c4u\u00dfere der Bunten Reige. Bei str\u00e4flicher Mi\u00dfachtung seitens der st\u00e4dtischen Immobilien- und Architekturbeh\u00f6rden machten sie aus der Bunten Reihe die Flickschuster-Reihe.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0371_IMG_0276.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail  wp-image-3121\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0371_IMG_0276\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0371_IMG_0276-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0376_IMG_0278.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3120\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0376_IMG_0278\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0376_IMG_0278-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0381_IMG_0272.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3122\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0381_IMG_0272\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0381_IMG_0272-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Hausmeister sind in der ganzen Stra\u00dfe abgeschafft worden, M\u00fcll wird seit Monaten nicht ausgefahren, obgleich wir ist regem\u00e4\u00dfig die Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Reinigung der Hausgrundst\u00fccke auf unseren Rechnungen vorfinden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0386_100_0859.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3123\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0386_100_0859\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0386_100_0859-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0391_100_0860.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3124\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0391_100_0860\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0391_100_0860-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0396_100_0889.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3125\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0396_100_0889\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0396_100_0889-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Leider altern die H\u00e4user, dem Menschen \u00e4hnlich. In meiner Zeit, und das sind mehr als 50 Jahre, gab es in unserer Stra\u00dfe keine Grunderneuerung. Die Ziegeld\u00e4cher sind leck, die Dachrinnen verrostet, der Putz in den Eing\u00e4ngen platzt ab und f\u00e4llt zu Boden, Gemeinschaftsbereiche sind \u00fcber 25 Jahre land nichteinmal pinselsaniert worden, und was die T\u00fcren auf dem Dachboden anbetrifft, so sind sie \u00fcberhaupt die gestrichen worden! In den Kellern sind die Zementestriche kaputt, die Eingangst\u00fcren zu den H\u00e4usern und in den H\u00e4usern zu den Keller sind besch\u00e4digt, davon kommen die Feuchte. Die Regenableitung ist verstopft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0401_100_0022.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3126\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0401_100_0022\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0401_100_0022-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0416_100_0019.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3127\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0416_100_0019\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0416_100_0019-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0431_100_0874.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3128\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0431_100_0874\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0431_100_0874-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vor dem Krieg hatte die Stra\u00dfe einen sch\u00f6nen romantischen Namen, die \u201cBunte Reihe\u201d. Den Namen gab man ihr, weil ihre H\u00e4user in unterschiedliche Leuchtt\u00f6ne geh\u00fcllt waren, die f\u00fcr fr\u00f6hliche, sonnige Stimmung bei jedem, selbst den grimmigsten und tr\u00fcben Wetter sorgten (noch in den 60 Jahren erkannte man die ganze Farbpalette ohne M\u00fch; auch heute ist es noch m\u00f6glich, wenn man ganz nah an die Wand geht und genau hinsieht). Sie folgten sie einander an der rechten Seite der Stra\u00dfe (gerade Hausnummern):<\/p>\n<ul>\n<li>Haus \u2116 4 \u2014 gelb,<\/li>\n<li>\u2116 6 \u2014 blau,<\/li>\n<li>\u2116 8 \u2014 gelb,<\/li>\n<li>\u2116 10 \u2014 rot,<\/li>\n<li>\u2116 12 \u2014 gelb,<\/li>\n<li>\u2116 14 \u2014 rot,<\/li>\n<li>\u2116 16 \u2014 gelb,<\/li>\n<li>\u2116 18 \u2014 blau.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf der gegen\u00fcberliegenden ungeraden Seite standen ihnen die H\u00e4user spiegelgleich gegen\u00fcber, und zwar:<\/p>\n<ul>\n<li>\u2116 3 \u2014 gelb,<\/li>\n<li>\u2116 5 \u2014 blau,<\/li>\n<li>\u2116 7 \u2014 gelb,<\/li>\n<li>\u2116 9 \u2014 rot,<\/li>\n<li>\u2116 11 \u2014 gelb,<\/li>\n<li>\u2116 13 \u2014 rot,<\/li>\n<li>\u2116 15 \u2014 gelb,<\/li>\n<li>\u2116 17 \u2014 blau.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie die vielen Bewohner der Bunten Reihe, habe ich ihren Sowjetnamen (Elevatorenstra\u00dfe) nie gemocht, es war mir viel zu technisch, mi\u00dfklingend und einfach unsch\u00f6n! Es sagt nichts weiter, als da\u00df es hier st\u00e4dtische Elevatoren gebe \u2014 um wieviel besser ist der Urname, in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts bei der Erbauung gegeben, ein Name, der das Aussehen der H\u00e4user wiederspiegele, ihr \u201cBuntes Bauen\u201d. Die Elevatoren kamen viel sp\u00e4ter, erst 1936, und stehen zudem ganz am Ende, nahe der Gumbinner Stra\u00dfe und der Hyppodromstra\u00dfe. Historisch gerecht w\u00e4re es, der Stra\u00dfe nicht nur ihr Erscheinen, sondern auch den Namen amtlich zur\u00fcckzugeben. Ich denke, die Bewohner meiner Stra\u00dfe unterst\u00fctzen mich dabei.<\/p>\n<p>Fast alle Wohnungen in der Bunten Reihe sind jetzt Eigentumswohnungen. Im Februar 2010 unterbreitete man uns Hausbesitzer das Angebot, einen Vertrag mit der Verwaltungsgesellschaft Insterburg anzuschlie\u00dfen, damit sie die H\u00e4user betreuen, doch der Vertrag war nicht ohne Haken. Im Artikel 3.2., &#8222;<span style=\"text-decoration: underline;\">Rechte der Verwaltungsgesellschaft<\/span>&#8222;, stand es:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>\u201c3.2.4. Nach Beschlu\u00df der Besitzerversammlung habe die Gesellschaft das Recht, Wohnungen, Keller und Dachb\u00f6den, und auc das Dachgescho\u00df des Mehrfamilienhauses zu vermieten.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>3.2.5. In Abstimmung mit der Besitzerversammlung habe die Gesellschaft das Recht, auf eigene Kosten neue Wohn- und Nutzr\u00e4ume an die bestehende Bauten heranzubauen. Diese Neubauten gehen dann in den Eigentum der Hausverwaltung \u00fcber.\u201d<\/em><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Wie pa\u00dft so etwas zum besonderen Status der Stra\u00dfe?..<\/p>\n<hr \/>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich einige F\u00fcnde erw\u00e4hnen, die bisher an der Bunten Reihe auftauchten:<\/p>\n<ul>\n<li>ein T\u00fcrschild im Haus 2, Wohnung 2 (OG) <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0445_100_0878.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3139\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0445_100_0878\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0445_100_0878-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0446_IMG_6689.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3129\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0446_IMG_6689\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0446_IMG_6689-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/li>\n<li>einige Gegenst\u00e4nde im Haus 8, Wohnung 3 <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0427_Izob-e-002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3140\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0427_Izob-e-002\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0427_Izob-e-002-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0551_Izobrazhenie-010.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3130\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0551_Izobrazhenie-010\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0551_Izobrazhenie-010-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0552_Izobrazhenie-011.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3131\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0552_Izobrazhenie-011\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0552_Izobrazhenie-011-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0553_Izobrazhenie-012a.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3132\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0553_Izobrazhenie-012a\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0553_Izobrazhenie-012a-300x206.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0553_Izobrazhenie-012b.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3133\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0553_Izobrazhenie-012b\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0553_Izobrazhenie-012b.gif\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"201\" \/><\/a><\/li>\n<li>eine &#8222;Singer&#8220;-N\u00e4hmaschine im Haus 22, Wohnung 2 (OG) <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0556_Obschij-vid-s-staninoj-0005.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3134\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0556_Obschij-vid-s-staninoj-0005\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0556_Obschij-vid-s-staninoj-0005-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/li>\n<li>einige Fliesen im Haus 22 an der  Einfahrt zur Tiefgarage\u00a0<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0555_95760010.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3138\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0555_95760010\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0555_95760010-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0661_img789.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3135\" style=\"margin: 1px;\" title=\"0661_img789\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/0661_img789-300x206.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Vortrag von Olga Sidorenko, Bewohnerin der Bunten Reihe seit 1956, gehalten am zweiten Tag des 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