{"id":2136,"date":"2011-03-19T22:49:52","date_gmt":"2011-03-19T20:49:52","guid":{"rendered":"http:\/\/de.instergod.ru\/?p=2136"},"modified":"2025-03-26T03:07:38","modified_gmt":"2025-03-26T01:07:38","slug":"faktor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instergod.ru\/de\/faktor\/","title":{"rendered":"Ein Faktor, der Danzig verbesserte"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5821\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/kalyaka-1.gif\" alt=\"\" width=\"529\" height=\"472\" \/>Am fr\u00fchen Morgen des 12. M\u00e4rz versammelten sich vorm R\u00e4tehaus zu K\u00f6nigsberg noch halb schl\u00e4frig die Abgesandten Nordostpreu\u00dfens. Ihnen stand eine Busfahrt nach Danzig vor, um wertvollen Rat des Programmes \u00abGrenz\u00fcbergreifende Zusammenarbeit als ein Faktor der Verbesserung der lokalen Entwicklung\u00bb einzuholen. Dies war bereits die zweite Phase des Programms, vom <a href=\"http:\/\/de.instergod.ru\/news\/fidic.html\">Neuhausen-Seminar<\/a> kannten die meisten sich bereits. Leider fehlten einige der angemeldeten Teilnehmer, so Frau Larisa Koptzewa, Leiterin des Denkmalschutzamtes, Frau Sinaida Roschdestwenskaja, Direkteurin der K\u00f6nigsberger Bauschule, und einige mehr. Schade \u2014 sie werden ihr Fernbleiben selbste zu beklagen haben, denn die Fahrt war sehr aufschlu\u00dfreich (dazu sp\u00e4ter). Es gab auch ein Paar neue Gesichter: Herrn Maxim Popow, ein Photograph und bekannter Sammler von K\u00f6nigsberger Vorkriegs-Aufnahmen, und am 14. noch den Amtsvorg\u00e4nger Frau Koptzewas, Herrn Wladimir Jarosch.<\/p>\n<p>In Danzig warteten Vortr\u00e4ge auf sie.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5825\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/kalyaka-2.gif\" alt=\"\" width=\"514\" height=\"679\" \/>Drei charmante Vertreterinnen der Stadtverwaltung Zoppot, des Wirtschaftsamtes und des Stra\u00dfen- und Gr\u00fcnfl\u00e4chenamtes berichteten von den bereits abgeschlossenen Arbeiten der Regenwasser-Ableitung, die auf Basis der VBI-Vertr\u00e4ge abliefen. Mag die Problematik des Niederschlages und seines Meer-Auslasses auch noch gering erscheinen, f\u00fcr eine Badestadt ist sie mehr, zumal im Verbund mit der vorz\u00fcglichen Ingenieursleitung auch die Ansicht der Str\u00e4nde mit verbessert wurde: alte nicht mehr benutzte Leitungen wurden mit ger\u00e4umt.<br \/>\nAdam Koperkiewicz, Direktor des Danziger Geschichtsmuseums, sprach \u00fcber die Restaurierung der Festung Weichselm\u00fcnde, eines einmaligen Kleinods der Festungsbaukunst. Einst sch\u00fctzte sie die Hafenanlagen an der Mottlau und hatte die Schl\u00fcsselposition in der Stadt- und Hafenverteidigung inne; heute ist ihre architektonische und historische Bedeutung von gr\u00f6\u00dferem Wert. Die Stadt Danzig stellte f\u00fcr die Restaurierungs eine runde Summe dem Museum zur Verf\u00fcgung, denn dieses ist f\u00fcr die Arbeiten alleinverantwortlich. Ihr Ablauf folgt dem Roten FIDIC-Buche und soll 2018 abgeschlossen sein. Dann wartet auf den Besucher ein ganzes Reservat mittelalterlichen Kultur, von der K\u00fcche bis zur Salve, T\u00f6pferei und K\u00fcrschnerei inbegriffen, von den Ausstellungen ganz zu schweigen. Die Stadtgemeinde ist sehr r\u00fchrig im Kulturbereich, und das hat seinen Grund: neben der F\u00fcrsorge f\u00fcr die eigene B\u00fcrgerschaft leistet man sich hier auch einen Magneten f\u00fcr die Touristen, und diese, so der Direktor, bringen der Stadt im Schnitt etwa 80,\u2014 t\u00e4glich. Dem Festungsprojekt alles Gute w\u00fcnschend, verabschiedeten sich die Konferenzteilnehmer in den Kennenlernabend, wober es auch die Danziger Architektur kennenzulernen galt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5828\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/kalyaka-3.gif\" alt=\"\" width=\"497\" height=\"368\" \/>Morgennebel des 13. M\u00e4rz war schnell vor\u00fcber, als man zum faszinierenden Rundgang durch die \u00abArena Danzig\u00bb aufbrach. Ein riesiger Felsbrocken vom Stadion, besser noch, ein St\u00fcck honigfarbenen Bernsteins, ans Land gesp\u00fclt, zog die Blicke an sich bereits aus der Ferne. Ein gutaussehender junger Mann, der durch den Bau f\u00fchrte und seine Architektur wie Konstruktion zeigte, entpuppte sich als der stellvertretender Projektingenieur, und das mit 25 Jahren! Auch hier folgte die Umsetzung der Investitionsma\u00dfnahme den VBI-Richtlinien. Vieles war nach Jakub Michalak besonders bei diesem Bauwerk, und die Fragen der Anwesenden gingen ins manche Detail.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5832\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/kalyaka-4.gif\" alt=\"\" width=\"488\" height=\"653\" \/>Auf der ehemaligen M\u00fcllhalde erbaut, verbindet die Arena die gesellschaftliche Bedeutung mit der \u00f6kologischen. Dies war ein Beweggrund f\u00fcr die Stadt, einen Gro\u00dfteil der beinahe 623 Millionen Z\u0415\u201aoty Baukosten zu \u00fcbernehmen. 41000 Zuschauer finden auf den R\u00f6ngen Platz, f\u00fcr ein weiteres Tausend gebe es Stehpl\u00e4tze; ringsum wird es Parkpl\u00e4tze und neue Stra\u00dfen mit aller notigen Infrastruktur geben. Schon in zwei Monate wird das erste Teil der Anlage \u00fcbergeben, das erste Spiel, Frankreich gegen Polen, ist f\u00fcr den 9. Juli 2011 geplant. Ein guter Grund, Danzig nochmals zu besuchen mitsamt seinen bernsteinenen Schmuckst\u00fcck.<br \/>\nAm Nachmittag stand die Altstadt auf dem Programm, das Alte Rathaus und der Artushof, wo die vom Museumsdirektor vprbereitete F\u00fchrung wartete.<\/p>\n<p>Montag der 14. M\u00e4rz war von der gesch\u00e4ftigste Tag des Seminars. Als Erster trat im Neuen Rathaus Dr. Pawe\u0415\u201a Ko\u0415\u203acielecki auf (Grupa TROJDEN, Beratungstelle f\u00fcr die Regionalentwicklung) und berichtete vom Zuschu\u00dfnetzwerk, den Ausschreibungen und den Hilfsroutinen ENPI  \u0420\u0451 PRAG. Die erstere, &#8222;Europ\u00e4isches Instrumentrium f\u00fcr Nachbarschaften und Partnerschaften&#8220;, dient der Verwirklichung der EU-Nachbarschaftspolitik; die letztere, &#8222;Prxisanleitung f\u00fcr Vergabeverfahren bei der EU-Au\u00dfenhilfe&#8220;, regelt die Beihilfen-Verfahren, die Liefer-, Arbeits- und G\u00fctebestimmungen, enth\u00e4lt zudem die Mustervertr\u00e4ge und Beilagen dazu (Abschl\u00fcsse, Zahlungen, Kalkultionen). Restaurierungsarbeiten werden in Polen interessanterweise nicht als Bauarbeiten, sondern als Dienstleistungen aufgefa\u00dft.<br \/>\nDer zweite Redner war Armand Labarre, Direktor des Restauratorenverbandes antiker Monumente in Limoges, mit dem Bericht &#8222;Erfahrung franz\u00f6sischer Restauratore bei der Umsetzung der Investitionsvorhaben im Kulturbereich&#8220;. Als Beispiel diente ihm die Zusammenarbeit mit der Gaudi\u00ad-Universit\u00e4tsbauschule in Barcelona und Scuola professionale edile di Firenze. Beide sind Bestandteil der Europauniversit\u00e4t f\u00fcr Kunst und -Gewerbe, L\u00b4UNIEMA. An die 30 Schulen beteiligten sich an dieser Vereinigung mit dem Ziele, Geb\u00e4ude in Teilen und in G\u00e4nze wiederherzustellen und auch ihre landschaftliche Umgebung entsprechend zu beplanen.<br \/>\nJohannes Mosler, Experte f\u00fcr Denkmalschutz und Restaurierung, Vertreter der Fuldaer Gesellschaft zur Erhaltung des kulturellen Erbes, sprach \u00fcber die &#8222;Probleme der Erhaltung und Restaurierung der Fensterkonstruktionen in den Investitionsprojekten mithilfe traditioneller Verfahren&#8220;, mehr noch, er lie\u00df die Arbeiten ausf\u00fchrlich in allen Stufen pr\u00e4sentieren und machte die Teilnehmer mit den ben\u00f6tigten Restaurierungsmaterialien, Chemikalien und Werkzeugen vertraut.<br \/>\nWladimir Bogatsch\u00f6w, seines Amtes Koordinator internationaler Projekte in der Neuhausener Kreisverwaltung, sprach zu den \u00abHerausforderungen bei der Vergabe \u00f6ffentlicher Auftr\u00e4ge in Ru\u00dfland\u00bb.<br \/>\nDen Schlu\u00dfvortrag hielt Frau Aleksandra Kocialkowska, Vorsitzende der Europ\u00e4ischen Stiftung zur Erhaltung des kulturellen Erbes aus Danzig, zum Thema der Zwecke und Modalit\u00e4ten grenz\u00fcbergreifender Programme.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5835\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/kalyaka-5.gif\" alt=\"\" width=\"497\" height=\"370\" \/><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"550\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"background-position: top; background-color: #ffffff; background-repeat: no-repeat; background-attachment: scroll;\" rowspan=\"2\" width=\"140\" background=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/kalyaka-6a.gif\"><\/td>\n<td height=\"300\" align=\"left\" valign=\"top\">Von den Vortr\u00e4gen und F\u00fchrungen beeindruckt, mit Wissen beladen und durch neue Kontakte verkn\u00fcpft, machten sich die Teilnehmer des Kurses zur \u00abGrenz\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit als einem Faktor der Verbesserung der lokalen Entwicklung\u00bb auf den Weg, die wertvollen Erfahrungen in die Praxis umzusetzen. Bei den Insterburgern wird das \u00abinsterJAHR\u00bb die erste Gelegenheit dazu bieten.<\/td>\n<td style=\"background-position: top; background-color: #ffffff; background-repeat: no-repeat; background-attachment: scroll;\" rowspan=\"2\" width=\"190\" background=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/kalyaka-7a.gif\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"text-align: right;\">\n<td height=\"200\" align=\"left\" valign=\"bottom\"><em>Wie bereits <a href=\"http:\/\/de.instergod.ru\/news\/fidic.html\">davor<\/a>, nahmen seitens der Stadt die Hauptsachbearbeiterin Frau Mamaewa an der Veranstaltung teil, und seitens der Burginstiftung der Volont\u00e4r Herr Wladimir Wlasow.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am fr\u00fchen Morgen des 12. M\u00e4rz versammelten sich vorm R\u00e4tehaus zu K\u00f6nigsberg noch halb schl\u00e4frig die Abgesandten Nordostpreu\u00dfens. Ihnen stand eine Busfahrt nach Danzig vor, um wertvollen Rat des Programmes \u00abGrenz\u00fcbergreifende Zusammenarbeit als ein Faktor der Verbesserung der lokalen Entwicklung\u00bb einzuholen. Dies war bereits die zweite Phase des Programms, vom Neuhausen-Seminar kannten die meisten sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[339,348],"tags":[429],"project-category":[],"class_list":["post-2136","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-klasse","category-territoria","tag-danzig"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2136"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22133,"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2136\/revisions\/22133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2136"},{"taxonomy":"project-category","embeddable":true,"href":"https:\/\/instergod.ru\/de\/wp-json\/wp\/v2\/project-category?post=2136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}