{"id":3045,"date":"2011-11-14T11:29:28","date_gmt":"2011-11-14T09:29:28","guid":{"rendered":"http:\/\/de.instergod.ru\/?p=3045"},"modified":"2025-03-21T16:24:50","modified_gmt":"2025-03-21T14:24:50","slug":"datschi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instergod.ru\/de\/datschi\/","title":{"rendered":"DATSCHI landschaften"},"content":{"rendered":"<p><em><\/em><em>Bakkalaurus-Arbeit von <\/em><strong>Olga Ulanovskaya<\/strong><em> im LAREG-Seminar 2011, vorgestellt auf der Abschlu\u00dfkonferenz der Burg Insterburg: Konzepte f\u00fcr die Neunutzung und Gestaltung von Kleinsiedlungen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Identit\u00e4t der Landschaft<\/strong><\/p>\n<p>Die nat\u00fcrliche Landschaft hat in Tschernjachowsk zu gro\u00dfen Teilen ihren Charakter erhalten. Vor allem die Flu\u00dflandschaft hat eine besondere Kraft. Die Fl\u00fcsse Inster, Pregel und Angerapp durchflie\u00dfen die Stadt und die Landschaft und schaffen eine Verbindung in Raum und Zeit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8954\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-101\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-101.gif\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"118\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8955\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-102\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-102.gif\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"183\" \/><\/p>\n<p><strong>Identit\u00e4t der Stadt<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadt ist ein Hybrid: Geb\u00e4ude der sozialistischen Epoche stehen an Stra\u00dfen und Geb\u00e4uden von Ostpreu\u00dfen. Heute, nach dem Zerfall des Sozialismus, befindet sich die Stadt wieder einmal in einer neuen Epoche. Die Identit\u00e4t der Stadt hat sich also im letzten Jahrhundert mehrfach stark ver\u00e4ndert. F\u00fcr die Einwohner war es schwer, diese Identit\u00e4t zu erfassen. Doch immer mehr Menschen versuchen nun, die Geschichte aufzuarbeiten und die besondere Identit\u00e4t Ihrer Stadt zu verstehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8956\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-103\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-103.gif\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"159\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8957\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-104\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-104.gif\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"183\" \/><\/p>\n<p><strong>Identit\u00e4t der Kulturlandschaft<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die Landschaft in Ostpreu\u00dfen wurde stark durch den Menschen gepr\u00e4gt, um sie nutzbar zu machen. Im Sozialismus wurde die Landwirtschaft auf eine neue Art und Weise durch Sowchosen und Kolchosen bewirtschaftet, wobei die ostpreu\u00dfischen Systeme nicht beachtet wurden und verfielen. Nach 1991 wurden die meisten Kolchosen und Sowchosen aufgegeben. Viele Fl\u00e4chen liegen nun brach. Der Gro\u00dfteil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse wird importiert. Die Landwirtschaft ist unterentwickelt und die Kulturlandschaft praktisch nicht vorhanden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8958\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-105\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-105.gif\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"209\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8959\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-106\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-106.gif\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"173\" \/><\/p>\n<p><strong>Datschi-Landschaft als Identit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p>Eine wichtige Rolle spielt heute in Ru\u00dfland die private Gartenwirtschaft, die eine lange Geschichte aufweist. Dazu geh\u00f6ren die Privatg\u00e4rten der l\u00e4ndlichen und st\u00e4dtischen Haushalte\u00a0<em>(Datschi)<\/em>. Viele bauen in den Privatg\u00e4rten f\u00fcr die Selbstversorgung an, wobei die \u00dcbersch\u00fcsse verkauft werden. Es gibt aber auch Menschen, die in kleinen Mengen gezielt f\u00fcr den Verkauf produzieren. Privatg\u00e4rten decken mehr als die H\u00e4lfte des Gem\u00fcse- und Kartoffelbedarfs der Bev\u00f6lkerung in Ru\u00dfland. Datschi haben eine besondere Identit\u00e4t, die den Menschen gar nicht bewu\u00dft ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8966\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-107\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-107.gif\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"167\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8967\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-108\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-108.gif\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"184\" \/><\/p>\n<p><strong>Analyse Datschi: Historische Entwicklung und Bedeutung<\/strong><\/p>\n<p>bis 1917<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8968\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-201\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-201.gif\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"137\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">B\u00e4uerlicher Betrieb<\/p>\n<p>Die Agrarrevolution erfolgte in Ru\u00dfland erst 1861, als die Leibeigenschaft aufgel\u00f6st wurde. Das Land wurde in Privatbesitz der Bauern \u00fcbergeben. Allerdings blieben die Bauern noch bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts abh\u00e4ngig von den Adligen. Sie hatten gerade mal genug Boden f\u00fcr die Selbstversorgung und mussten hohe Abl\u00f6sen an die Gutsherren zahlen. Dies f\u00f6rderte nicht die Entwicklung der Landwirtschaft. Um 1900 z\u00e4hlte ein b\u00e4uerlicher Betrieb maximal 5 ha\u00a0<em>(50 000 m2)<\/em>. Gleichzeitig entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Datschakultur als Urlaubsort f\u00fcr Stadtmenschen.<\/p>\n<p>ca. 1917-1991<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8969\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-202\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-202.gif\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"124\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Privater Garten Sowchos-\/Kolchos-Arbeiter<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8971\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-203\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-203.gif\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"119\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Privater Garten Arbeiter\/Angestellter<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8972\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-204\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-204.gif\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"172\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Datscha: Stadtkleingarten<\/p>\n<p>In der Sowjetunion war der Boden im staatlichen Besitz. Einerseits erfolgte die Bodenbearbeitung in Kolchosen oder Sowchosen, andererseits wurden Parzellen Familien zur Nutzung \u00fcberlassen. In diesen Privatg\u00e4rten wurden Gem\u00fcse, Obst, Kartoffeln, Wein und andere Kulturen angebaut und Vieh in kleinen Mengen gehalten. Die Produktion wurde auch vermarktet und manche konnten sich dadurch finanziell ein besseres Leben verschaffen. Die Produktion wurde je nach Epoche durch Restriktionen unterdr\u00fcckt, da die freie Wirtschaft nicht in den sozialistischen Rahmen pa\u00dfte. Trotzdem waren die G\u00e4rten f\u00fcr viele Menschen der Ort, an dem sie innerhalb einer sozialistischen Welt ihre Individualit\u00e4t und das Wirtschaften aus eigenem Willen ausleben konnten. Die Datscha war auch als Urlaubsort extrem beliebt. Es wurden Datschen-Siedlungen an Stadtr\u00e4ndern angelegt. Wegen Wohnraummangel in den St\u00e4dten wurden Datschi oft auch zu dauerhaften Wohnsitzen.<\/p>\n<p>Nach 1991<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8973\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-205\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-205.gif\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"125\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Privater Garten auf dem Land<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8974\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-206\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-206.gif\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"165\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Privater Garten in den Stadt<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8975\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-207\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-207.gif\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"82\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">ehemalige Datscha <em>(Verfall)<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8976\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-208\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-208.gif\" alt=\"\" width=\"551\" height=\"148\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Datscha: Stadtkleingarten<\/p>\n<p>Nach 1991 wurde das Land privatisiert, was zum Teil sehr ungeordnete Strukturen und brach liegende Fl\u00e4chen nach sich brachte. Viele Datschigrundst\u00fccke wurden planlos auf diesen Fl\u00e4chen zugeteilt. Daneben gibt es noch die Datschi-Siedlungen aus der Zeit der Sowjetunion. Die meisten Kolchosen und Sowchosen wurden aufgel\u00f6st. Die l\u00e4ndlichen Gebiete sind von einer starken Landflucht gekennzeichnet. Die bewohnten privaten G\u00e4rten auf dem Land und in der Stadt werden allerdings weiterhin bewirtschaftet. Eine wichtige Rolle kommt der Erholungsnutzung zu. Laut Meinungsumfrage des Informationsdienstes RIA Nowosti 2099 in Ru\u00dfland verbringen 85% der Befragten ihren Urlaub auf der Datscha. Nur 14% der Menschen fahren an aus- oder inl\u00e4ndische Urlaubsorte. Das hei\u00dft, da\u00df die Anspr\u00fcche der heutigen Menschen an die Datscha als Erholungsort wachsen. Wurden fr\u00fcher aus Notlage kleine G\u00e4rten zur reinen Bewirtschaftung angelegt, so reicht diese Nutzung heute nicht aus. Die Parzellen zur reinen Bewirtschaftung ohne Wohnhaus sind nicht mehr so beliebt und verfallen. So wird in den privaten G\u00e4rten der Datschi haupts\u00e4chlich zur Selbstversorgung angebaut. Manche verkaufen lediglich die \u00dcbersch\u00fcsse. Viele G\u00e4rten sind Zierg\u00e4rten.<\/p>\n<p><strong>Analyse Datschi: Siedlungen in Tschernjachowsk<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Typ 1: Wohnsiedlung mit Garten<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8978\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-301\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-301.gif\" alt=\"\" width=\"465\" height=\"410\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8981\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-302\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-302.gif\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"342\" \/><\/p>\n<p>Wohnsiedlungen mit eigenen G\u00e4rten sind beliebt und f\u00fcr viele Menschen ein Gegenpol zum Wohnen in der Stadt, die aufgrund des Autoverkehrs eine hohe L\u00e4rm- und Smogbelastung aufweist. Manche liegen an den Standorten von ehemaligen ostpreu\u00dfischen Siedlungen oder Gutsh\u00f6fen.<br \/>\nSie sind durch gr\u00f6\u00dfere Stra\u00dfen und \u00f6ffentliche Verkehrsmittel an die Stadt angebunden. Die Bebauungsstruktur besitzt eine \u00c4hnlichkeit zur Stra\u00dfendorfbebauung: die Grundst\u00fccke ordnen sich senkrecht zur Stra\u00dfe an, die Geb\u00e4udefront zur Stra\u00dfe. Die Parzellen sind ca. 2000 m<span>2<\/span> gro\u00df.<br \/>\nDie Siedlungen besitzen oft ein relativ gutes, aber un\u00fcbersichtliches und verwirrendes Stra\u00dfennnetz.<br \/>\nIn den Siedlungen gibt es eine schlechte Infrastruktur (Verarbeitung und Vermarktung, Versorgung, Freizeit, Sport) und keine sozialen Treffpunkte.<\/p>\n<p><strong>Typ 2: Kleingartensiedlung<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8982\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-303\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-303.gif\" alt=\"\" width=\"465\" height=\"374\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8983\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-304\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-304.gif\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"333\" \/><\/p>\n<p>In den Kleingartensiedlungen befinden sich die Datschi der st\u00e4dtischen Bewohner. Diese Siedlungen liegen \u201cversteckt\u201d auf peripheren Freifl\u00e4chen der Stadt. Sie sind schlecht oder gar nicht erschlossen, bzw. an das Verkehrssystem angebunden. Es fehlen Infrastruktur und soziale Treffpunkte. Innerhalb der Siedlungen gibt es eine strenge geometrische Unterteilung in Parzellen. Auf manchen Parzellen befinden sich kleine Wohnh\u00e4user, Gartenlauben oder Ger\u00e4teschuppen.<br \/>\nDie Parzellen sind je ca. 600 m<span>2<\/span> gro\u00df. In einer Siedlung befinden sich um die 400-500 Parzellen.<br \/>\nHeute weist diese Art Datschasiedlungen Verfallserscheinungen auf. Dies liegt an der Abwanderung aus der Stadt, dem Interessensverlust am eigenen Anbau sowie gestiegenen Anspr\u00fcchen. Als Datschastandort werden oft die besser autoverkehrserschlossenen Siedlungen bevorzugt.<\/p>\n<p><strong>Strategie<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8984\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-401\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-401.gif\" alt=\"\" width=\"404\" height=\"333\" \/><\/p>\n<p>Die Datschi haben eine knapp 100-j\u00e4hrige Tradition und waren wichtige St\u00fctzen f\u00fcr die Nahrungsmittelversorgung, Freizeitstandorte, Orte der Poesie, Freiheit und Verwirklichung individueller Vorstellungen. Dieses besondere Potential ist den Menschen nicht bewu\u00dft. Durch die Abwanderung von j\u00fcngeren Generationen gibt es au\u00dferdem immer weniger Menschen, die die Nutzungen am Rand der Stadt ohne Komfort nutzen wollen.<\/p>\n<p>Die Datschi-Landschaften sollen zum einen besser an die Stadt angebunden werden. Nicht nur ihr Verkehrserschlie\u00dfung ist wichtig, sondern vor allem auch die Anbindung durch Fu\u00df- und Fahrradwege. Nicht nur die Datschi-Eigent\u00fcmer sollen die Wege nutzen, sondern auch die Stadtmenschen sollen die M\u00f6glichkeit erhalten, die Umgebung kennenzulernen. Einmal in der Siedlung angekommen, soll man durch in die Landschaft ausstrahlende Wege auch weiterfahren oder -gehen k\u00f6nnen. Wichtig ist es auch, soziale Treffpunkte sowie M\u00e4rkte in jeder Siedlung zu schaffen. Diese sollen die Identit\u00e4t st\u00e4rken und Platz f\u00fcr den Verkauf der Produkten sowie verschiedene Veranstaltungen bieten.<\/p>\n<p><strong>Konzept<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-501.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-8985\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-501\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-501-450x295.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"295\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Anbindung<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8986\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-601\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-601.gif\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"383\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8987\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-602\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-602.gif\" alt=\"\" width=\"374\" height=\"275\" \/><\/p>\n<p>Die Siedlungen werden durch Baumalleen auf das Freiraumsystem der Stadt (Stadtparks, Flu\u00dflandschaft) angebunden. Die Fu\u00df- und Fahrradwege zu den Siedlungen schlie\u00dfen an die Parks an. Manche Alleen stellen au\u00dferdem auch Verbindungen zu anderen besonderen Elementen in der Landschaft her.<\/p>\n<p><strong>Strukturen: Siedlungen Typ 1<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8988\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-603\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-603.gif\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"383\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8989\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-604\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-604.gif\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"275\" \/><\/p>\n<p>Die bestehenden Wohnsiedlungen werden durch Baumalleen an den wichtigen Erschlie\u00dfungsstra\u00dfen strukturiert, um Orientierung und Klarheit zu geben. Dadurch wird auch der heterogenen Erscheinung durch unterschiedliche Auspr\u00e4gung der Geb\u00e4ude und Elemente Klarheit verliehen.<\/p>\n<p><strong>Strukturen: Siedlungen Typ 2<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8990\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-605\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-605.gif\" alt=\"\" width=\"381\" height=\"383\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8991\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-606\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-606.gif\" alt=\"\" width=\"381\" height=\"275\" \/><\/p>\n<p>In den kleinteiligeren Datschi-Siedlungen sollen die Hauptwege durch Str\u00e4ucher betont werden. Hier wird durch einheitliche Gestaltung ebenfalls ein klares Bild trotz der Buntheit der Elemente erzielt.<\/p>\n<p><strong>M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8992\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-607\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-607.gif\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"383\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8993\" title=\"Ulanovskaya_1_a3-608\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_1_a3-608.gif\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"275\" \/><\/p>\n<p>M\u00e4rkte bieten die M\u00f6glichkeit, die Ertr\u00e4ge aus den G\u00e4rten in direkter Weise zu verkaufen. Dies macht den Vermarktungsproze\u00df einfacher und g\u00fcnstiger. Die Marktfl\u00e4chen k\u00f6nnen au\u00dferdem vielf\u00e4ltig genutzt werden, zum Beispiel als Veranstaltungsfl\u00e4che. Der Markt ist das Zentrum und ein sozialer Treffpunkt in der Siedlung.<\/p>\n<p><strong>Analyse Siedlung. Historische Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>um 1930<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8997\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-101\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-101.gif\" alt=\"\" width=\"409\" height=\"514\" \/><\/p>\n<p>Die heutige Datschi-Siedlung im Norden von Tschernjachowsk befindet sich an der pr\u00e4gnanten Gabelungsstelle der Fl\u00fcsse Pregel und Inster. In der Zeit von Ostpreu\u00dfen bildeten die Fl\u00fcsse ein Band, was als Wiese oder Weide genutzt wurde. Die Fl\u00e4che wurde au\u00dferdem durch ein Kanal entw\u00e4ssert, in welchem das Wasser aufgrund der Terrainh\u00f6henunterschiede gesammelt wurde und in den Flu\u00df abflo\u00df.<\/p>\n<p>um 2000<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8998\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-102\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-102.gif\" alt=\"\" width=\"409\" height=\"526\" \/><\/p>\n<p>Die Datschi-Siedlung entstand vermutlich in der Sowjetunion und noch 2000 war dies eine funktionierende Siedlung, die durch mehrere nicht befestigte schmale Hauptwege erschlossen wurde. An diesen ordneten sich senkrecht die je 450 bis 700 m<span>2<\/span> gro\u00dfen Gartenparzellen an. Nur auf manchen Parzellen gibt es kleine H\u00e4uschen (Lauben, Inventar usw.).<br \/>\nEin neu dazu gekommenes markantes Element ist au\u00dferdem der Kiefernforst, der die Fl\u00e4che von der Landstra\u00dfe abschottet.<\/p>\n<p>2011<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8999\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-103\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-103.gif\" alt=\"\" width=\"409\" height=\"515\" \/><\/p>\n<p>Heute hat die Siedlung starke Verfallserscheinungen: nur noch wenige Parzellen werden gepflegt, die anderen sind ziemlich verwildert. Die Sukzession breitet sich auf der Fl\u00e4che aus. Nutzpflanzen wie Topinambur oder Obstgeh\u00f6lze greifen auf die benachbarte Fl\u00e4chen her\u00fcber. Die Wege sind zum Teil nur noch als Spuren in der menschenhohen Vegetation zu sehen.<br \/>\nAm Ort der ehemaligen Nutzg\u00e4rten entsteht der mystische Eindruck des Zur\u00fcckgelassenen. Die fr\u00fcher durch Menschen auf die schmal zugeschnittenen Parzellen gezw\u00e4ngte Vegetation gewinnt sich die Freiheit wieder. Es sieht ganz so aus, als w\u00e4ren die Menschen, die hier einst die G\u00e4rten bewirtschafteten, auf einmal weggegangen. Die Wege sind nur noch Spuren und die G\u00e4rten Geister.<\/p>\n<p><strong>Entwurf<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Vegetation<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9000\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-201\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-201.gif\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"357\" \/><\/p>\n<p>Die Siedlung wird durch eine Allee an die Stadt angebunden. Diese l\u00f6st sich an der an Markt anschlie\u00dfenden Fl\u00e4che auf und \u00f6ffnet den Blick zum Markt.<br \/>\nStrauchalleen s\u00e4umen die Haupterschlie\u00dfungswege und geben somit Struktur und Orientierung. An den \u00f6ffentlichen G\u00e4rten \u00f6ffnen sie sich, um den Besucher dahin einzuladen.<br \/>\nDie \u00f6ffentlichen G\u00e4rten werden mit Obstb\u00e4umen besetzt.<\/p>\n<p><strong>Anbindung und Wegenetz<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9001\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-202\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-202.gif\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"377\" \/><\/p>\n<p>Die Siedlung wird durch einen Fu\u00df- und Fahrradweg am Flu\u00df entlang an die Stadt angebunden. Der Verlauf der Haupterschlie\u00dfungswege der ehemaligen Siedlung wird aufgegriffen. Die Wege verlaufen parallel zueinander und senkrecht zu den Parzellen. Zwei Parallelreihen werden von beiden Schmalseiten erschlossen, andere je von einer Seite. Die Anbindung an den Autoverkehr sowie an die angrenzenden Quartiere wird durch zur Landstra\u00dfe weitergef\u00fchrte Hauptwege gew\u00e4hrleistet. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite am Flu\u00df wird ebenfalls durch zwei Br\u00fccken sowie Sichtbeziehungen die Anbindung an die Landschaft und Siedlungen auf der anderen Uferseite hergestellt.<\/p>\n<p><strong>Markt und \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9002\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-203\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-203.gif\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"310\" \/><\/p>\n<p>Der Markt bildet eine Art Parterre. Es ist gleichzeitig auch das Zentrum. Hier k\u00f6nnen die Ertr\u00e4ge oder Produkte aus den G\u00e4rten direkt verkauft werden. Platzartige langgezogene R\u00e4ume, Promenaden am Wasser und am Kanal geben der Siedlung Halt, schaffen Treffpunkte und erh\u00f6hen Nutzungsm\u00f6glichkeiten. Am Verkehrserschlie\u00dfungsweg von der Landstra\u00dfe befindet sich ein Parkplatz, an dem entlang eine Promenade zum Markt f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche G\u00e4rten<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9003\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-204\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-204.gif\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"267\" \/><\/p>\n<p>In den von beiden Seiten erschlossenen Parzellenreihen werden \u00f6ffentliche G\u00e4rten angelegt. Hier sollen Streuobstwiesen, Beeren- und Blumenplantagen zum Selberpfl\u00fccken usw. gepflanzt werden. Diese G\u00e4rten sind vor allem f\u00fcr Menschen aus anliegenden Quartierten nutzbar, die keinen eigenen Garten besitzen. Aber auch f\u00fcr andere Nutzer sind die G\u00e4rten da. Auf einladenden extensiv gepflegten Wiesen k\u00f6nnen die Menschen sich erholen, spielen und sich treffen.<\/p>\n<p><strong>Betriebe<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9004\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-205\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-205.gif\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"280\" \/><\/p>\n<p>Die Parzellen sollen auch zu gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chen zusammengefa\u00dft werden: hier k\u00f6nnen sogenannte Betriebe entstehen. Diese produzieren haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Verkauf. Sie entwickeln sich im Laufe der Zeit aus den schon bestehenden Formen von Produktion f\u00fcr den Verkauf in kleinen Mengen. Ein Teil soll auch die Produktverarbeitung bereitstellen, so da\u00df auch andere Gartennutzer die M\u00f6glichkeit der Verarbeitung ihrer Ertr\u00e4ge vor Ort bekommen.<\/p>\n<p><strong>Private G\u00e4rten<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9005\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-206\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-206.gif\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"254\" \/><\/p>\n<p>Private G\u00e4rten sind schon bestehende Formen der Datschi: die Parzellen k\u00f6nnen mit einem Wohnhaus besetzt werden oder nur als unbebauter Garten genutzt werden. Die G\u00e4rten werden von den Nutzern individuell besetzt<\/p>\n<p><strong>Entwurf Siedlung<\/strong><\/p>\n<p>Warum wurden die G\u00e4rten verlassen? Wer bewirtschaftete sie und wo sind diese Menschen? Sind sie aus der Stadt weggegangen oder k\u00f6nnen sie wegen des hohen Alters keinen Garten mehr pflegen? Ist der Bedarf nach solchen G\u00e4rten heute nicht mehr da?<br \/>\nSicherlich ist der heutige Zustand eine Folge von gesellschaftlichen Prozessen: viele Menschen in Oblast Kaliningrad verlassen die Kleinst\u00e4dte und ziehen in Gro\u00dfst\u00e4dte Kaliningrad, St.Petersburg und Moskau. Diese Abwanderung bewirkt allgemein einen R\u00fcckgang der j\u00fcngeren Bev\u00f6lkerung. Die \u00e4lteren Menschen k\u00f6nnen die G\u00e4rten nicht mehr nutzen: die Erschlie\u00dfung bzw. die Anbindung an die Stadt ist schlecht, es ist keine Infrastruktur vorhanden.<br \/>\nDer Bedarf nach Selbstversorgung aus dem eigenen Garten ist heute nicht mehr in den Ausma\u00dfen wie fr\u00fcher da: man kann alles im n\u00e4chstgelegenen Supermarkt oder auf dem Markt kaufen.<br \/>\nDoch ist die Datscha sicher nicht aus der Mode gekommen. Die Datscha-Wohnsiedlungen in Tschernjachowsk sind sehr beliebt, manche Parzellen werden momentan neu bebaut. Der Gro\u00dfteil der Menschen hat au\u00dferdem nicht die M\u00f6glichkeitm in den Urlaub zu fahren, soda\u00df man den Urlaub auf die Datscha verlegt.<br \/>\nDas bedeutet, da\u00df die Anspr\u00fcche der Menschen an die Datscha sich ver\u00e4ndert haben. Die Datscha soll heute viel mehr bieten als nur einen Nutzgarten aus Nahrungsmittelmangel.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-301.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-9006\" title=\"Ulanovskaya_2_a3-301\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_2_a3-301-435x450.jpg\" alt=\"\" width=\"435\" height=\"450\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Nutzungen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-101.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-9010\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-101\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-101-450x344.gif\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"344\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Entwurf schlie\u00dft mehrere Nutzergruppen ein: Besucher aus der Stadt, Privatgartenbesitzer (Bewohner und Freizeitnutzer), Betriebe.<br \/>\nDie Menschen aus den angrenzenden Quartieren und der Stadt k\u00f6nnen in der Datschi-Siedlung nicht nur auf dem Markt einkaufen, angeln, Sport machen, die Landschaft genie\u00dfen, sondern auch die \u00f6ffentlichen G\u00e4rten nutzen, indem sie sich da mit Obst versorgen.<br \/>\nDie Privatgartenbesitzer k\u00f6nnen auf dem Markt Produkte aus anliegenden Betrieben kaufen sowie ihre eigenen \u00dcbersch\u00fcsse verkaufen und sich mit \u00dcbersch\u00fcssen aus anderen G\u00e4rten versorgen. Es entsteht ein Austauschproze\u00df.<br \/>\nDie Betriebe stellen au\u00dferdem die Verarbeitung bereit, die auch f\u00fcr andere Gruppen da ist. Es ergibt sich ein Proze\u00df der Kooperation.<br \/>\nBienen nutzen die Pflanzen in den G\u00e4rten. Der Honig wird auf dem Markt verkauft.<br \/>\nDie nicht ben\u00f6tigte Biomasse (M\u00e4hgras usw.) aus den G\u00e4rten kann au\u00dferdem in Energie f\u00fcr die Bedienung der Verarbeitungsmaschinen umgewandelt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9011\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-206\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-206.gif\" alt=\"\" width=\"83\" height=\"83\" \/>Treffpunkt \u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9012\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-207\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-207.gif\" alt=\"\" width=\"84\" height=\"83\" \/>Erholung \u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9013\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-208\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-208.gif\" alt=\"\" width=\"84\" height=\"83\" \/>Fahrradwege\u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9014\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-209\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-209.gif\" alt=\"\" width=\"88\" height=\"95\" \/>Sport \u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9015\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-210\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-210.gif\" alt=\"\" width=\"82\" height=\"95\" \/>Angeln \u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9016\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-211\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-211.gif\" alt=\"\" width=\"95\" height=\"95\" \/>Weide<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9017\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-201\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-201.gif\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"108\" \/>\u00d6ffentlicher Garten \u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9018\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-202\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-202.gif\" alt=\"\" width=\"434\" height=\"89\" \/>Betrieb, Produktion, Verarbeitung \u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-9019\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-203\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-203-450x139.gif\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"139\" \/>Markt \u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9020\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-204\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-204.gif\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"88\" \/>Privatgarten \u2014\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9021\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-205\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-205.gif\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"93\" \/>Privatgarten.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-301.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-9022\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-301\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-301-450x206.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"206\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Blick Richtung Kanal mit Sicht auf einen \u00f6ffentlichen Garten<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-302.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-9023\" title=\"Ulanovskaya_3_a3-302\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Ulanovskaya_3_a3-302-450x219.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"219\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Blick auf den Markt mit Pavillon und Kiefernforst im Hintergrund<\/p>\n<p><strong>Deutsche Kleingartensiedlung und Datschi-Siedlung<\/strong><\/p>\n<p>Die Kleingartenbewegung gibt es in Deutschland ebenfalls wie die Datschi in Ru\u00dfland seit Anfang des 20. Jahrhunderts.<br \/>\nIn beiden F\u00e4llen sollten die Nutzg\u00e4rten der Nahrungsversorgung der Bev\u00f6lkerung dienen. Allerdings waren die Probleme in Ru\u00dfland nach dem Zweiten Weltkrieg betr\u00e4chtlich und die Menschen zogen sogar aus Wohnungsmangel in die Datschi. In Deutschland war und blieb es Freizeitnutzung.<br \/>\nWie ist die Situation heute? In Deutschland werden die G\u00e4rten in den Kleingartenanlagen von strengen Vorschriften der Vereine bestimmt. Zum Beispiel wird vorgeschrieben, in welchen Anteilen der G\u00e4rten mit Nutz- und Zierpflanzen und baulichen Elementen besetzt sein darf oder wie die Lauben, die Z\u00e4une usw. auszusehen haben. Da ist die Individualit\u00e4t und Kreativit\u00e4t eines Gartennutzers doch in ziemlich starke Rahmen gedr\u00e4ngt. In Ru\u00dfland ist w\u00e4hrenddessen eine v\u00f6llig geges\u00e4tzliche Situation zu beobachten. Die Datschi-Besitzer nutzen alles m\u00f6gliche nach dem Prinzip: \u201cWarum wegschmei\u00dfen, wenn man etwas verwenden kann\u201d, um daraus ihre Z\u00e4une, Treibh\u00e4user usw. zu bauen. Die wohnhabenderen nutzen dagegen nur die neusten und ihrer Meinung nach sch\u00f6nsten Materialien, soda\u00df sich ein demntsprechend buntes Bild ergibt. Beide Anlagearten k\u00f6nnen in diesem Sinne etwas voneinander \u00fcbernehmen. Verschieden und individuell gestaltete G\u00e4rten nach eigenem Geschmack k\u00f6nnten den Nutzern Freiraum lassen und gleichzeitig durch einheitliche Gestaltung der \u00f6ffentlichen und halb\u00f6ffentlichen R\u00e4ume (Erschlie\u00dfungswege) miteinander verbunden und beruhigt werden. Die in vielen Anlagen in Deutschland \u00fcblichen Vorschriften f\u00fcr den biologischen Anbau w\u00e4ren sicherlich dagegen ein gro\u00dfer Vorteil f\u00fcr die Datschi-Siedlungen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Eine vor Ort entstandene Identit\u00e4t bilden in Tschernjachowsk die Datschi, auch wenn diese momentan nicht bewu\u00dft ist und keine f\u00fcr die Stadtb\u00fcrger ersichtlichen Qualit\u00e4ten aufweist. Trotzdem sind die Datschi nach wie vor ein zentraler Ort. Mit den heutigen Ver\u00e4nderungen in der Gesellschaft m\u00fcssen sich aber auch die Datschi wandeln. Der Entwurf versucht eine Antwort auf die Frage zu geben, wie die Datscha der Zukunft aussehen kann.<br \/>\nDie entworfene Datschi-Siedlung soll f\u00fcr m\u00f6glichst viele Nutzergruppen zur Verf\u00fcgung stehen und einladend und offen sein. Sie bietet vielf\u00e4ltige Nutzungen und markante Freir\u00e4ume. Sie verbindet die Stadt und die Landschaft. So k\u00f6nnen die Stadtmenschen auch die Landwirtschaft wiederentdecken unbd Interesse daf\u00fcr entwickeln. Um die Wende des 19.\/20. Jahrhunderts hatten die Bauern nicht die M\u00f6glichkeit, ihren wirtschaftlichen Geist zu entwickeln. In der Sowjetunion haben dies manche in ihren Privatg\u00e4rten trotz harter Restriktionen versucht und hatten Erfolg. Heute kann die Datscha wieder einmal zur Triebfeder der Landwirtschaft werden. Aus Privatwirtschaften k\u00f6nnen sich Kleinbetriebe entwickeln. Diesem Proze\u00df mu\u00df man sicher viel Zeit lassen und nichts aufzwingen. Doch um diesen anzusto\u00dfen, kann man jetzt schon die Datschenstrukturen durch neue Freir\u00e4ume, Elemente und vielf\u00e4ltige Nutzungen anreichern. So wird die Datschi-Siedlung jetzt zu einem Anziehungspunkt f\u00fcr die Stadtbewohner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bakkalaurus-Arbeit von Olga Ulanovskaya im LAREG-Seminar 2011, vorgestellt auf der Abschlu\u00dfkonferenz der Burg Insterburg: Konzepte f\u00fcr die Neunutzung und Gestaltung von Kleinsiedlungen. Identit\u00e4t der Landschaft Die nat\u00fcrliche Landschaft hat in Tschernjachowsk zu gro\u00dfen Teilen ihren Charakter erhalten. Vor allem die Flu\u00dflandschaft hat eine besondere Kraft. 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