{"id":3147,"date":"2011-12-03T23:04:28","date_gmt":"2011-12-03T20:04:28","guid":{"rendered":"http:\/\/de.instergod.ru\/?p=3147"},"modified":"2026-03-15T12:22:30","modified_gmt":"2026-03-15T10:22:30","slug":"jahr-jahrzehnte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/instergod.ru\/de\/jahr-jahrzehnte\/","title":{"rendered":"Ein Jahr, das Jahrzehnte dauern wird"},"content":{"rendered":"\n<p><em>\u00bbInsterJAHR\u00ab verbucht erste Erfolge &#8230;Interesse der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung blieb eher gering&#8220;<\/em>, schreibt Manuela Rosenthal-Kappi im &#8222;Ostpreu\u00dfenblatt&#8220; (&#8222;<a href=\"http:\/\/www.preussische-allgemeine.de\/\">Preussische Allgemeine Zeitung<\/a>&#8222;).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Idee zu einem der ehrgeizigsten Projekte im K\u00f6nigsbeger Gebiet entstand vor zwei Jahren in Insterburg. &#8222;InsterJAHR&#8220;, ein gemeinsames Unternehmen von B\u00fcrgerinitiativen und Fachgruppen, will mit Unterst\u00fctzung der Stadtgemeinde Insterburg das historische und kulturelle Erbe der Stadt erschlie\u00dfen und erneuern.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/DtRusForum2011_87w.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/instergod.ru\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/DtRusForum2011_87w-450x209.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9601\" title=\"DtRusForum2011_87w\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Vortrag beim 4. Deutsch-Russischen Forum in N\u00fcrnberg: Dimitri Suchin berichtet \u00fcber den noch erhalten gebliebenen Lokomotiv-Rundschuppen, erbaut um 1870 nach dem Entwurf von Joseph Schwedler.<br>\nBild: MRK<\/em><wp-block data-block=\"core\/more\"><\/wp-block><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Die ostpreu\u00dfische Stadt, uns zugefallenes Erbe, ist mit der Zeit zu einem losen Gewebe geworden: Schaffen wir es, daraus ein passendes Gewand zu schneidern?&#8220; Ausgehend von dieser Frage fanden Architekten, Heimatforscher und Stadtangestellte zusammen, um gemeinsam an dem Projekt &#8222;insterJAHR-2010&#8220; mitzuwirken. Alle Initiativen waren zun\u00e4chst auf das Jahr 2010 beschr\u00e4nkt. Die Stadtverwaltung hatte aus ihrem Haushalt umgerechnet 12000 Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. Das Ziel des Projekts ist, das baugeschichtliche Erbe der Stadt zur &#8222;Grundlage einer internationalen und interregionalen Entwicklungs- und Austauschst\u00e4tte&#8220; werden zu lassen, an der die forschende und lehrende Wissenschaft der Hochschulen teilhaben soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Dimitri Suchin, Architekt und Beirat der Scharoun-Gesellschaft in Berlin sowie Teilnehmer am diesj\u00e4hrigen 4. Deutsch-Russischen Forum in N\u00fcrnberg, f\u00fchrte sein Interesse am Wirken des Architekten Hans Scharoun, der zehn Jahre in Ostpreu\u00dfen verbrachte, nach Insterburg. Ein Stadtrundgang gen\u00fcgte ihm, um zu sehen, da\u00df das baugeschichtliche Erbe erhaltenswert ist. Heute arbeitet er tatkr\u00e4ftig bei &#8222;insterJAHR&#8220; mit, h\u00e4lt Vortr\u00e4ge, betreut den Internet-Auftritt und leitet Studenten an. 2010 wurde schnell klar, da\u00df die umfangreichen und erst in Ans\u00e4tzen angeschobenen Arbeiten auch 2011 fortgesetzt w\u00fcrden. F\u00fcnf Hauptziele wurden im ersten Jahr formuliert: Die Siedlung &#8222;Bunte Reihe&#8220;, von Hans Scharoun 1921 bis 1924 erbaut, wurde unter Denkmalschutz gestellt und Pl\u00e4ne zur Restaurierung wurden unter Heranziehung der jetzigen Bewohner erarbeitet. Insterburg galt einst als gr\u00fcne Stadt, hatte einen Stadtpark und G\u00e4rten, die Direktor Hugo Kaufmann verwaltete. Der &#8222;Neue St\u00e4dtische Friedhof&#8220;, 1916 von ihm angelegt, soll als &#8222;Frida-Jung-Ged\u00e4chtnis-Poesiepark&#8220; neu angelegt werden. F\u00fcr das dritte und gr\u00f6\u00dfte Projekt, die Rettung des um 1870 nach Entw\u00fcrfen von Joseph Schwedler erbauten Lokomotiv-Rundschuppens, liegen Pl\u00e4ne vor, die eine Sanierung zu einem multifunktionalen Raum mit Parkhaus, Caf\u00e9, B\u00fcro- und Handelsfl\u00e4chen sowie einem Bildungszentrum vorsehen. Des Weiteren will man sich um die Parks der Stadt k\u00fcmmern. Der ehemalige Kolonialwarenladen Wei\u00dfenberg soll Sitz der neu gegr\u00fcndeten Gesellschaft f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer und K\u00fcnstlerresidenz werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im vergangenen Jahr fanden zahlreiche Veranstaltungen statt. Deutsche Architekten und Spezialisten kamen nach Insterburg, um ihr Wissen mit den Ans\u00e4ssigen zu teilen. Auch die Kreisgemeinschaft Insterburg beteiligte sich daran. Suchin lud Studenten verschiedener Hochschulen zu Sommerpraktika ein. Besonderes Interesse zeigten Sch\u00fcler der Kasaner Bauhochschule. W\u00e4hrend ihres Aufenthalts haben sie den Bismarckturm und die Scharoun-H\u00e4user vermessen. Leider folgten andere Universit\u00e4ten der Einladung nicht. Inzwischen haben die Stadt Insterburg, &#8222;insterJAHR&#8220; und die Bauhochschule Kasan einen Vertrag zur Renovierung der H\u00e4user unterzeichnet. Das Ziel, den Informationsstand der Insterburger zu verbessern und die Bewohner der Scharoun-H\u00e4user zur Mitarbeit zu bewegen, wurde nicht erreicht. Umso gr\u00f6\u00dfer ist die Bereitwilligkeit zur Mitwirkung in K\u00f6nigsberg sowie inzwischen auch in St. Petersburg und Moskau. In diesem Jahr waren erstmals Hydrologen aus Moskau anwesend, um das Kanalsystem zu untersuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Problem bei der Umsetzung der Pilotprojekte ist neben der fehlenden Finanzierung der Mangel an Handwerkern. Selbst wenn das Geld f\u00fcr eine Bauma\u00dfnahme zusammen ist, gibt es vor Ort keine Zimmerer, Tischler, Maurer und Putzer, die Hand anlegen k\u00f6nnten. Deshalb wollen die Organisatoren in Zusammenarbeit mit der K\u00f6nigsberger Bauschule und der Denkmalakademie in G\u00f6rlitz eine Bildungseinrichtung f\u00fcr Handwerker ins Leben rufen. Vereinbarungen zur Bildungszusammenarbeit wurden mit polnischen und deutschen Experten abgeschlossen. Lehrkr\u00e4fte aus G\u00f6rlitz werden jeweils f\u00fcr einige Monate in Insterburg Handwerker ausbilden und Lehrmaterial zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einsatz f\u00fcr den Erhalt des st\u00e4dtebaulichen Erbes erfordert viel Geduld und Engagement aller Beteiligten. Die Verbreitung von Informationen per Internet und \u00f6rtlichem Fernsehen sowie die Pr\u00e4senz auf internationalen Ausstellungen wie der Moskauer Architektur-Biennale 2009 und der Berliner &#8222;Bautec&#8220; 2010 zeigen Erfolge.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Taktik, sich internationale Unterst\u00fctzung zu holen, wenn sich national wenig bewegt, scheint aufzugehen. Vereinbarte Kooperationen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und anderen Organisationen au\u00dferhalb Ostpreu\u00dfens \u00fcberzeugen. Das &#8222;InsterJAHR&#8220; wird es voraussichtlich noch viele Jahre geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbInsterJAHR\u00ab verbucht erste Erfolge &#8230;Interesse der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung blieb eher gering&#8220;, schreibt Manuela Rosenthal-Kappi im &#8222;Ostpreu\u00dfenblatt&#8220; (&#8222;Preussische Allgemeine Zeitung&#8222;). 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