Am 6. Juli 2010 fand in der Berliner Baukammer eine Sitzung des Denkmalausschusses mit Vortrag statt: der Leiter dieses Ausschusses Wilfried Wolff und der Beauftragte des „insterJAHRes“ Dimitri Suchin berichteten den Versammelten von Insterburg und dem Kolloquium, an dem sie beide Teil nahmen. Nach einem knappen Überblick über die städtebauliche und architektonische Entwicklung Ostpreußens bis ins 20. Jahrhundert ging es zum Wohnungsbau zwischen den Kriegen über, zum Vergleich der Wohnsiedlungen Insterburgs (Scharoun, Höpken) und Berlins (Taut, Haering, Scharoun), zu den Erfahrungen, die man (berlinerseits) an diesen Bauten gewann und den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.
Jene Möglichkeiten hatten es an sich: fast alle versammelten Konstrukteure und Rekonstrukteure waren schon in einer oder anderen Weise mit den Berliner Erneuerungsbaustellen befaßt, und beteuerten wiederholt, wie interessiert sie wären, ihre Erfahrung auch nach Insterburg zu tragen. Berichte vom Kolloquium, den darauffolgenden Studentenarbeiten, und der daraus entstehenden Datenbank fanden ein großes Echo, und ungeteilte Zustimmung wurde dem Wunsche der Bewohner der Bunten Reihe zuteil, die sich in einen Verein verfassen wollen. Es stellte sich nämlich heraus, daß eine der Berlier Siedlungen der Moderne allein deswegen um die UNESCO-Eintragung kam, weil an die Hundert ihrer Mit-Besitzer schlichtweg nicht ansprechbar waren!
Die Berliner stehen mit Rat bei.
Und die Insterburger?
Die Meldung ist von der Lokalzeitung "Polüs+TV" am 13. Juli 2010 nachgedruckt worden.