Unter diesem Titel berichtet die Online-Zeitung „Das Bersteinland“ von der seit dem 9. Oktober stattfindenden Konferenz «Menschenschicksal — Landesschicksal».
Ein Titel, der Gedanken macht: kann es sein, daß die Königsberger, den Moskauern gleich, alles jenseits ihrer Stadtgrenzen fürs eigene Umland halten? Schließlich liege Insterburg knappe 100 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt.
Wie kann es ferner sein, daß sie den innigsten Wunsch der Insterburger (und des „insterJAHRes“) begriffen haben wollen, wo die beiden wiederholt bekräftigten, daß sie keinen UNESCO-Titel anstreben, weder jetzt noch morgen? Viel wichtiger sei es, eine ansprechende Wohnumgebung (wieder)zuschaffen, Straßen und Häuser zu erneuern, neue Wachstumsquellen aufzuschließen…
Davon schrieben und sprachen wir häufig. Wie überhörten es die Bernsteinlander?
Doch dessen nicht genug, bereits im ersten Satz stempeln die die Burgkonferenz als eine „Architektenversammlung“ ab, und zwar eine für „Russen und Europäer“. Nur gut, daß die vielen Heimatkundler und Kunstgeschichtler, die schon seit 10 Jahren am Tage der Verleihung der Stadtrechte an Insterburg die Burg ansteuern, diese Zeilen nicht lasen! Denn hätten sie es, hielten sie sich sicherlich für ausgeladen — die einen, weil sie keine Architekten sind, die anderen, weil sie einen Russen nicht von einem Europäer zu scheiden wissen.
Sie sind nämlich beides, von Geburt an!