Februarflut

Langsam-gemüchliches Dahingleiten der Inster und der Angerapp läßt einen ob der Kräfte zweifeln, die einst die weiten Täler in den Boden einschgeschnitten. Selbst der Hinweis an die Urwälder überzeuge nicht (sie bedingten einen höheren Wasserstand) — bis einmal ein schneereicher Winter kommt und die Hochwasser mit einem Schlag alles wieder heimholen, was der Mensch in den langen Ruhejahren den Wogen abgetrotzt.
Folgen wir dem Fluß:

Im Tal der Angerapp: Land unter am ehemaligen Flußbade und auch am Turnierplatze — des Sommers wird sich zeigen, ob zwischen den Bahnbrücken noch gebaden werden wird oder der Sand woanders wieder auftaucht.
Im Tal der Angerapp: wenige Zentimeter nur trennen den Uferweg und die Hängebrücke von der Wasseroberfläche.
Angerapp-Hängebrücke: in manchem Hochwasser-Jahr schwappte die Angerapp über und die Brücke war von neu aufzubauen.
An der Bleiche: die Angerapp tritt aus den Ufern.
Zwischen der Bogenbrücke und der Straßenbrücke über die Angerapp.
Im Tschernuppe-Tal: eine Haaresbreite nur trennte die untere Ebene der Brücke zwischen dem Gawehnschen und dem Schloßteich vorm Untergehen.
Im Inster-Tal an der Bahnbrücke.

Die Aufnahmen sind von Maxim Dmitriew freundlich zur Verfügung gestellt.

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