Nachdem am 7. März die vorläufige Liste für die Eintragung als eines der „7 meistgefährdeten Kulturdenkmälern Europas 2014“ veröffentlicht wurde, reicht „EuropaNostra“, eine gesamteuropäische Denkmalschutz-Vereinigung, nun ihre Endauswahl nach. Unsere Eingabe über das Moskauer Roerich-Institut, mitsamt der Beschreibung des „insterJAHR“-Konzeptes zur Rettung der Siedlung und durch sie der Stadt und der Provinz, hatte Erfolg. Nachstehend die Pressemitteilung von „EuropaNostra“.
Den Haag, 28. April 2014
Hiermit wird bestätigt, daß die „Bunte-Reihe“-Siedlung zu Insterburg in Rußland als eines der sieben meistgefährdeten Denkmäler und Gedenkstätten Europas des Jahres 2014 ausgewählt wurde. Die Auswahl im Rahmen des laufenden „7 Meistgefährdete“-Programms erfolgte durch „EuropaNostra“, die europäische Denkmalschutz-Vereinigung, und das Institut der Europäischen Investitionsbank.
Die Gesamtliste wird von den Leitungen des „EuropaNostra“ und des Instituts der Europäischen Investitionsbank zeitens des europäischen Denkmalschutzkongresses am 4. Mai in Wien bekanntgegeben.
Die sieben besonders bedrohten Denkmalstätten wurden vom „“EuropaNostra“-Rat aus den 11 ausgewählt, die es in die Vorrunde geschafft haben. Jene Vorauswahl erwirkte eine internationale Fachkommission aus Historikern, Archäologen, Architekten, Denkmalschützern und Ökonomisten.
Laut Expertenmeinung ist die „Bunte-Reihe-Siedlung, 1924 erbaut, das einzige erhaltene Beispiel der frühen Ostpreußen-Bauten des berühmten deutschen Architekten Hans Scharoun. Viele Details der Originalausstattung (Fenster und Türen, Wandgestaltung, Baukeramik) sind an diesem Bauwerk der Vor-Moderne erhalten. Auf dieser Siedlung bauten die zukunftsweisenden deutschen Großsiedlungen auf, wie die Berliner Siemensstadt, UNESCO-Weltkulturerbe seit 2008, an der Scharoun auch mit beteiligt war. Die Restaurierung der Bunte Reihe ist geboten, verspricht kulturelle wie auch wirtschaftliche Vorteile.“
Sneška Quaedvlieg-Mihailović
Generalsekretär von „EuropaNostra“