Scharoun ist zurück!

Genau in einem Monat, am 2. Juli 2015, öffnen sich Türe der ersten Scharoun-Schau der Stadt Kaliningrad – Königsberg übrigens auch. Die darin gezeigten Aufnahmen Carsten Krohns und die Bauten, vom allerersten bis zum allerletzten Werk Scharouns, waren bisher einzig im Moskauer Architekturmuseum zu sehen. Gänzlich unbekannt sind sie trotzdem nicht: die Bunte Reihe, jenes „allererste Werk“, sah man bereits in der Königsberger Galerie zeitens der „Nichtgewordenen Zukunft“.

Der geniale deutsche Baumeister hat sein Land selten verlassen. In russischen Architekturdiskurs sind er und sein Organhaftes Bauen eine nicht vorhandene Größe — dabei besitzt gerade Rußland sein allererstes Werk, lange Zeit vergessen und im Moment dabei, der Vergessenheit entrissen zu werden. Zu lernen von ihm hätte das Land ausgesprochen viel, angesichts der hohlen Phrase, der konstruktiven Leere auf den Baustellen. Für viele dieser Fragen liegen die Lösungen parat, solche die nachweislich bei uns und an uns arbeiteten und solche Gestalten wie Scharoun mit formten — damals, vor 100 Jahren. Anlaß genug, sich zu erinnern.

Ausrichter: Kamswyker Kreis e.V., mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Wiedergeburt, der Firma Keimfarben und der Königsberger Kunstgalerie
Photograph: Professor Dr. Carsten Krohn, Autor von Monographien über Peter Behrens und Ludwig Mies van der Rohe
Medienpartner: Architekturmagazin «Project Baltia», Architekturportal www.archi.ru
Vernissage: Moskauer Damm 60-62, 2.7.2015, 17:00
Vortrag: 2.7.2015, 18:00, „Wie kommt Scharoun nach Rußland?“, von Dimitri Suchin
Performance: 2.7.2015, 19:30, „Scharouns Kleider“
Finissage: 6.8.2015

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