In einem Förderwettbewerb gewann Insterburg Mittel, um ein Reisebus-Parkplatz anlegen zu können. Zweifelsohne ein wichtiges Unterfangen. Zum Bauplatz bestimmte man die hinterste Ecke des Alten Marktes, am Denkmal des Ersten Weltkrieges und dem Angerapp-Abgang. Kurz ist von hier auch der Weg kurz zum Alten Schloß: wird wohl ein gut durchdachter Bauplatz sein?
Die Wirtschaftlichkeitsberechnung spricht dafür und auch alle am Verfahren beteiligte Dienste. Die Nachbar freuen sich bereits, daß der Staub verschwindet.

Einzig… die Ein- und Ausfahrten, die Stelltafeln, die Sitzbänke samt Mülleimern und die Parkbucht zeichnet der schöne Entwurf millimetergenau in jenes Feld hinein, wo bis 1977 die städtische Kirche stand.

Vor wenigen Jahren erst tönte das Landesdenkmalamt Königsberg ganz bestimmt, kein Dauerbau sei auf dem Gelände eines solchen Bodendenkmals zulässig, und schwärmte von den Funden, die auf einen ersten Spatenstich des Archäologen warten. Darum die Absage an das „Memorium“, darum die Luftbauweise unserer Kapelle.
Sind die Fahrgassen und die Standplätze samt Unterbau etwa nicht dauerhaft?
Ganz abgesehen von der Frage, wie die Haltepavillons bei uns verkommen?
Geringfügige Verschiebung der Gassen und der Plätze zum Hang hin sorgt nicht nur für größere Flächeneffizienz — sie verwandelt alle negativa in positiva. Statt Bäumchen in das einstige Kirchenschiff zu pflanzen, könnte dort ein Geschichtsfenster sich öffnen und die Gäste der Stadt willkommen heißen.

Ergänzung vom 16. Oktober 2021: Die Umsetzung berücksichtigt unsere, durch Olga Sidorenko vorgetragene Eingaben weitgehend.