Die Ausstellungen brauchen Sie!

Hans Scharoun.
Deutschlands größter Baumeister des 20. Jahrhunderts.
Nicht alle aber kennen seinen Namen: muß nicht sein. Wir gehen kurzen Fußes in die Philharmonie („Karajan-Seraj“, seit 1963 weitweit kopiert, nie erreicht), in die Staatsbibliothek („Himmel über Berlin“), in seine frisch restaurierte Schulen (Marl, Lünen) — und seine Wohnungen erst! Die bald 100 Jahre alten Häuser werden noch immer in den Hausbau-Blättern als „modernes Wohnen“ angepriesen — weil sie eben dies sind. Und weil wir so einen Baumeister haben, zeigen wir ihn der ganzen Welt.

Der ganzen Welt?.. Nicht ganz.
Bis 2015 gab es da eine riesengroße Lücke: ausgerechnet dorthin, wo er sich formte, wo durchs viele Bauen seine Sporen verdient — da ging man nicht hin.
Man war „nicht zuständig“. Es war „zu politisch“. Andere „würden sich was denken“. Denn — der große Scharoun, als er noch nicht so groß war, aber bereits von sich reden ließ, lebte und baute in der Stadt Insterburg. Tief in Ostpreußen. Heutige Kaliningrader Provinz Rußlands.
Und dabei steht just dort Scharouns allererstes eigene Werk, das weltweit zweite Werk des „Bunten Bauens“ (das erste zählt zum Weltkulturerbe — steht ja auch in Berlin)!

In diese Lücke sprangen wir: hielten Sommerklassen ab, schrieben Artikel und gingen auf Konferenzen, erarbeiteten ein Sanierungsplan (Gutachten liegt vor), besorgten den Denkmalschutz. Und weil wir die ganze Kulturlandschaft Ostpreußen mit und durch ihn wiederaufbauen wollen, gingen wir in die Hauptstädte. Eröffneten im April 2015 eine erste Scharoun-Ausstellung im Moskauer Architekturmuseum, dem Kreml fast gegenüber. Im Juli 2015 waren wir mit der Schau in Königsberg, dann in Minsk, immer für neue Kräfte werbend. Jetzt haben wir die Zusage für die Deutschland-Woche im April 2016 in St.Petersburg in den Händen. Eine Zusage und fast schon amtliche Würden… es fehlen die Mittel.
Dabei wollten wir die bisherige Schau verdoppeln.

Bisher zeigten wir die modernen Aufnahmen, 75 Bilder des Photographen Prof. Dr. Carsten Krohn. Jetzt ergänzen sie die Pläne und Zeichnungen, von der Akademie der Künste in Berlin zusammengestellt.

Es liegt eine Raumzusage der Bau-Universität vor.
Es ist ein Crowdfunding-Projekt gestartet worden.
Es winken attraktive Preise.
Es müssen 1500 € werden. Gelingt es, mehr zu bekommen, geht das Geld für die nächsten Schauen. Sollten Sie an weiteren Themen unserer Arbeit interessiert sein — schreiben Sie uns!

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