Probleme der „Frieda“

Aufruf von Olga Sidorenko, Mitglied des Bürgerrates und Wahlkampfhelferin von D.Puschkin, Kreisrat-Abgeordneter, im Namen und im Auftrag der Einwohner des Wahlkreises Nr. 7.

Die Elevatornaja-Straße im Unterbezirk Frieda am östlichsten Stadtrand, von der Kernstadt durch einen Bahngraben getrennt. Darüber führt eine schadhafte 100 Jahre alte Überführung. Die Stadtverwaltung widmet ihre Gelder und ihre Aufmerksamkeit der Stadtverschönerung im Zentrum, während der in jeder Hinsicht EINZIGARTIGE Unterbezirk Frieda zu Grunde geht und verfällt. Nachfolgend sind die Probleme aufgeführt, die die Einwohner besorgen, und auch die Lösungsvorschläge dazu:

  1. Ein Teil der Straße, die Wohnanlage „Bunte Reihe“ (Häuser 2-18) ist als Bundesdenkmal eingetragen. Vor dem Krieg erbaut, weist sie ein Abnutzungsgrad über 70 % auf). Die Sanierung ist gestoppt, es werden stets neue Termine genannt, obwohl ausgerechnet W.J. Woblikow es dem Gouverneur in aller Öffentlichkeit versprach hatte, die Dachsanierung der Häuser 10–18 schon 2021 abzuschließen. Sind etwa die dafür vorgesehenen Mittel an anderen zentrumsnäheren Quartierenh zweckentfremdet worden?
  2. Die Häuser-Zerstörung wird befördert durch den starken LKW-Verkehr der dahinter liegenden Wehrsportschule. Über Jahre hinweg gab es zahllose Eingaben der Anwohner, alle abgelehnt, da kein anderer Bahnübergang in Richtung der Gumbinner Chaussee möglich sei. Dabei gibt es eine naheliegende Alternativlösung: die parallel verlaufende Rostowskaja-Straße endlich asphaltieren! Hierauf erhalten wir jedoch nur Verweise auf irgeneine Kommission, die darüber entschied, ohne die Sachlage zu prüfen. Weder die Erschütterungsmessungen nimmt man ernst, noch die Umweltverträglichkeit, oder den baulichen Zustand der 100 Jahre alten Häuser. […] Die Straße ist schmal; vor 100 Jahren rechnete keiner mit solchen Belastungen! Die Kopfsteinpflasterung verstärkt zusätzlich die Erschütterungen und den Lärm, zumal sie völlig zerfahren ist. Die letzte Reparatur war vor über 70 Jahren, noch zur Sowjetzeit. Die Leitungen unter der Fahrbahn sind ebenso über 100 Jahre alt: Abwasser, Wasserversorgung usw. Sie platzen ständig, des Alters wegen und der Wehrsport-LKWs auch.

Artikel 38 des russischen Bundesgesetzes über die Kulturdenkmäler der Völker der Russischen Föderation 73-FZ vom 25. Juni 2007: „Der Verkehr im Bereich einer Kulturerbestätte oder in inhrer Schutzzone ist einzuschränken oder zu verbieten, wenn jene Stätte in ihrer Unversehrtheit und Sicherheit dadurch in Gefahr gerät“.

Die Gemeindestraße wie die Elevatornaya-Straße ist keine Durchgangsstraße, sie ist ein Wohngebiet!

  1. Die Gasleitungen an der Elevatornaja Straße (Abschnitt 4.2.) sind 2021 nicht fertig verlegt worden. Die Häuser 45-47 sowie die Ippordromnaja Straße bleiben ohne Gas. Die Bewohner sind gezwungen, sich mit Gasflaschen abzuhelfen, auch diejenighen in den oberen Stockwerken und die Pensionisten. Sie scheinbar übergehend, widmete man sich den Abschnitten 4.3 und 4.4 näher am Stadtzentrum. Braucht es einer Explosion bei irgendeiner älteren Dame, damit die Sache weiter geht?

Im Rahmen der Förderprogramme „Entwicklung des Verkehrs“ und „Gestaltung moderner Nachbarschaften 2018–2024“ sind Umgestaltungen erforderlich:

  1. der Abfahrt von der Gagarin-Straße zur Krasnoflotskije-Datschi. Die Durchfahrt ist ruinös, Gefahr im Verzuge!
  2. der Buswendestelle der Linie 8 am Ende der Gagarin-Straße. Heute ist sie ein Schandfleck, man fährt über Grabsteine, überall Schmutz, riesige Pfützen überall.
  3. des städtischen Grundstückes an der Ecke Gagarin- und Elevatornaja-Straße, während der Gasverlegung durchpflugt und so belassen. Dabei könnte dort ohne weiteres eine kleine Grünanlage im Stil des frühen 20. Jahrhunderts entstehen, entsprechend dem Poesiepark gegenüber, und zum 100. Jahrestag des Bundesdenkmals „Bunte Reihe“ einweihen. Eine Entwurfsskizze kann nachgereicht werden.
  4. die Bürgersteige entlang der Gagarin-Straße (führen zur Schule № 1).
  5. die Bürgersteige entlang der Moskowskaja-Straße (führen zum Militärkrankenhaus).
  6. die Höfe in der Gagarin-Straße 42 und Puschkin-Straße 30/1. Die Fertigstellung ist den Bewohnern für 2021 versprochen worden!

Die Wähler forderten wiederholt, alles notwendige zu unternehmen, um den einmaligen Pflanzenbestand des Poesieparkes am Ende der Gagarin-Straße zu erhalten:

  1. regelmäßige Baumpflege und Schnitt des Wildwuchses;
  2. sicherung der öffentlichen Ordnung im Park, Vandalismus-Bekämpfung;
  3. Reparatur des Drainage-Rohres am See (oder ist es eine Abwasser-Leitung?);
  4. den Eigentümers des Gebäudes Gagarin-Straße 21, Herrn Boris Gasojan verpflichten, die Sperrung des historischen Haupteingangstores wieder aufzuheben und die Umgegend zu entmüllen;
  5. Neupflanzungen vorzunehmen an Stellen, wo alte Pflanzen fehlen, entsprechend dem Originalentwurf von Hugo Kaufmann;
  6. am Eingang zum Poesiepark eine Informationstafel aufzustellen.

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