„Neues aus der Elewatornaja“

Olga Sidorenko schreibt in der Zeitung „Polus“:

 

…Es sind bereits sieben der siebzehn Hausdächer in der Elewatornaja-Straße erneuert worden, im vorigen Jahr wurden neue Gehwege angelegt. Auf Hochtouren laufen die Kanalarbeiten der Gasversorgung. Zuweilen fördern sie Unerwartetes zutage: so ist beim Ausschachten ein stählernes Balkongitter gefunden worden, vom im Krieg zerstörten Schiffshaus am Eingang zur Siedlung. An Stelle dieses Scharoun-Baues steht jetzt ein moderner Fünfgeschosser. […] Nach einer Folge von Ereignissen, eines Krimis würdig, ist der Fund inzwischen eingelagert worden.

 

Letzte Woche hielt unser Abgeordneter Herr Dmitri Puschkin ein Treffen mit Anwohnern der Elewatornaja-Straße ab. Erläutert wurden die aus der Gas-Anleitung sich ergebenden Fragen. […] Ein Entwurf für die Weiterführung auf die andere Bahnseite ist bereits erstellt, wie auch für die Ippodromnaja-Straße.

 

Im Moment widmet sich der Abgeordnete einem Problem, mit dem sich die Anwohner Ende letzten Jahres an ihn wandten, den Schmutzwasser- und Regenwasserleitungen. […] Angesprochen wurde die Frage des im Winter auf der Fahrbahn großzügig ausgestreuten Sandgemisches […] und wieder Mal der Wunsch nach einer Entlastungsstraße: die Bunte Reihe, vor 100 Jahren erbaut, war nie auf einen derartigen KFZ-Strom ausgelegt. Die schweren LKWs und die Panzerwagen machen einen beträchtlichen Teil davon aus. Schall, Lärm und Staub zerstören die denkmalgeschützen Wohnhäuser: die Fundamente sacken ab, es bilden sich Risse in den Wänden, der Putz bröckelt usw. Der Abnutzungsgrad der Konstruktionen wird nach neuesten Gutachten auf 70% geschätzt: eine kritische Marke! Nicht umsonst setzte die EuropaNostra unser Straßendenkmal bereits 2014 auf die bedrohte Liste. Die Fahrbahn ist kaputt, und dabei verlaufen direkt darunter die 100 Jahre alten Leitungen (Wasserversorgung, Kanalisation, Regenwasser). Das Kopfsteinpflaster wurde seit den Sowjetzeit nicht mehr angegangen!

Der Abgeordnete schlug vor, für die Kinder der Nachbarschaft auch in diesem Jahr Sportfeste auf dem Gelände des Poesieparks abzuhalten. Nebst vertrauten Ballspielen und Tauziehen soll in diesem Jahr auch ein Paintballturnier dazu kommen. Davor aber muß das Gelände entmüllt und gemäht werde. Da der Poesiepark seit 2020 amtlich ein Stadtpark ist, sollten dafür Mittel aus dem Gemeindehaushalt eingestellt worden sein. Der Abgeordnete versprach, sich darum zu kümmern.

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