Scharoun-Gesellschaft sorgt sich um den Verkehr in der Bunten Reihe

Die in Berlin ansässige Scharoun-Gesellschaft wendet sich in Sorge an die Stadtverwaltung von Insterburg:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie wir erfahren haben, ist der Hausbestand der Siedlung Bunte Reihe, dem Erstlingswerk des großen Architekten Hans Scharoun, noch immer Tatsachen ausgesetzt, die seinen Erhält gefährden.

Zur Vernachlässigung vergangener Jahre und neuester Eigenmächtigkeit der Bewohner tritt derzeit die Tatsache, dass der Schwerlastverkehr durch die kleine Siedlungsstraße (Elevatorenstr.) enorm zunimmt. Die Folge ist, dass die Häuser der Bunten Reihe starken Erschütterungen ausgesetzt sind, für die sie nicht ausgelegt sind. Die Bewohner werden um ihren Schlaf und ihre Erholung gebracht.

Der Blick auf den Stadtplan zeigt weiter östlich eine Parallelstraße, die Rostowskaja Str., die zu demselben DOSAAF-Gelände führt, kaum Anrainer aufweist und ohne weiteres ausgebaut werden könnte um die Siedlungs-Wohnstraße zu entlasten.

Ferner gibt es einen für den Durchgangsverkehr an der Siedlung vorbei wie geschaffen an der Südast der Elevatorenstr. vom DOSAAF zur Gumbinner Chaussee, fertig ausgebaut doch derzeit durch einen Schlagbaum abgesperrt.

Wir bitten darum, dass sich die Stadt Insterburg verstärkt diesem Problem annimmt, die Parallelstraße ausbaut und den Schlagbaum aufschließt. Die Elevatorenstr. wäre im Bereich der kleinen Siedlung evtl. auch als verkehrsberuhigte Wohnstraße auszuweisen.

Die Stadt Insterburg erfuhr vor einem Jahr mit der Klassierung der Bunten Reihe als „Denkmal von bundesstaatlicher Bedeutung“ einen erheblichen Gewinn. Ihr Erhalt ist eine sehr wichtige Aufgabe für die Stadt Insterburg und alle ihre Freunde.
Lassen wir uns diesen Gewinn nicht entgehen.

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