"Zukunft braucht Vergangenheit"

Zum vierten Male versammte die Devise „Die Zukunft brauche Vergangenheit“ die besten Kräfte; nach Königsberg, Lüneburg und Gumbinnen, waren diesmal, am 15. und 16. Oktober, Nürnberg und Ellingen an der Reihe, das Deutsch-russische Forum abzuhalten.
Die Voträge galten den Arbeiten der letzte Jahre (auch Jahrzehnte) auf dem Felde der Museumsarbeit, dem Erhalt und Ausbau der Sammlungen, dem Unterhalt und Neubau der Schauräume und den geplanten Ausstellungen:

  • im Trakehner Gestütsmuseum, von Frau Marina Lysenkowa,
  • im Schloßmuseum Labiau, von Herrn Nikolai Wassilewskij,
  • im Museum Heiligenbeil, vom Herrn Dmitrij Schilow,
  • im Schulmuseum Breitenstein, vom Herrn Juri Usertzow,
  • im Museum „Friedländer Tor“, von Frau Swetlana Sokolowa.

Frau Eva Schalaginowa vom Heimatkundeverein Pillau präsentierte einen neuartigen Blick auf die Entstammungsgeschichte nordostpreußischer Baukunst, noch bevor ihre Theorie vor dem Moskauer Akademieinstitut für Architekturgeschichte und -Theorie ihre Bewährungsprobe steht. Abschließend berichtete Dimitri Suchin vom „insterJAHRe“ und der Entwicklung Insterburgs auf der Grundlage und unter Bezug zu seiner Vorgeschichte.

Die Nachfragen im Anschluß waren rege, und zeigten unter Anderem, daß es immer noch einen Nachholbedarf in der Wissensvermittlung gebe: mancher von der russischen Seite hörte in Nürnberg zum ersten Male von unserem Bestehen!

Es bleibt zu beklagen, daß die Mehrheit der Vorträge sich allzusehr vom erklärten Forumsthema entfernte, und von der Vergangenheit, die die Zukunft brauche, sprach: auch die beste Museumsarbeit ist nichts anderes als dies. Es bliebe zu hoffen, daß die Lage beim nächsten Forum, am 12.—14. Oktober 2012, sich wieder bessere.

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