«insterJAHR»-Teilnehmer bemühen sich um die Rettung Insterburger Parks

Im Sommer 2011 sah Insterburg mehr Landschaftsplaner in seinen Mauern, als in allen Jahren seines Bestehens. Weitere mehr wollten kommen und wurden durch amtliche Widrigkeiten davon abgehalten: sie nahmen aus der Ferne teil. Zum Saisonabschluß gesellten sich zu den Münchnern und Dorpater Studenten die Petersburger. Schon im Herbst des Vorjahres erhielten die Einsicht in die seltenen Unterlagen des Gedenkparkes am außersten Stadtrand Insterburgs, und setzten nun die Arbeiten fort.

Der Zufall wollte es, daß die „Bunte Reihe“ an demselben Stadtrand liege. Seine Bewohner berichteten bereits vom einstigen JP-Appelplatz, den Caroussels und sonstigen Versuchen ohne Bodenhaftung, die hier heimisch werden wollten. Gescheitert und verschwunden sind sie alle, und nicht ohne Grund. Heute liege es uns ob, keine Luftnummer zu werden. Eile ist hier höchst unpassend.

Der letzte Abschnitt des Vitali-Chwalej-Reports („Rußland 1“) verdient ob der Inhaltsfülle und Kürze einer eingehenden Betrachtung. Darin schreibe er:

„Die Ansamung biete allerlei Krankheiten Unterschlupf. Zugleich bedürfen mehrere Bäume einer Nachdüngung. Alle Arbeiten bedürfen der Überwachung seitens der Fachleute; behutsames Arbeiten sollte oberstes Gebot sein. In den nächsten Tagen stellen sie ein Konzept zur Parkerneuerung vor, worin auch der Name Frieda Jungs gebührend Eingang finde. Die bekannte Dichterin ist hier begraben worden, allerdings ist ihr Grab inzwischen verschollen.“

Schon im Vorjahr traten die Vertreter der Universität St.Petersburg mit dem Gedanken an die Öffentlichkeit, einen dichterischen „Frieda-Jung-Gedenkpark“ anzulegen. Gegen Ende des Monats erwartet man ein Konzept dessen. Die Aufnahmen Chwalejs sind aus der Zeit der Voruntersuchungen; diese sind vor einer Woche bei der „insterJAHR“-2011-Abschlußkonferenz präsentiert worden. Hiernach werden sie zur Grundlage eines Sanierungsentwurfes eines vernachlässigten Denkmales der Gartenkunst des 20. Jahrhunderts. Doch bereits davor kann im kommenden Friedaparke das faule Holz usw. herausgebracht werden; auch dafür kommen vom Lehrstuhl Eugenia Petraschen die passenden Empfehlungen.

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Natalia Berenöwa, Vitalij Chwalej 24.10.2011 в 18:08

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