Von der Architekturfakultät der Weißrussischen TU und dem TGR-Verein der Forscher und Planer ergeht ans „insterJAHR“ der Vorschlag, die zweite Stufe ihres Feldseminars „Lokalisierung“ in der Stadt abzuhalten. Nach anfänglichen theoretischen Übungen von 2009 scheint es an der Zeit zu sein, Ideen in der Praxis zu prüfen.
Wie wirken zusammen die Kulturlandschaft, das Lebensumfeld eines Einzelnen und die lokale Kuktur; die Kulturgeographie, die Mikrogeschichte, die Ethnologie und Menschenekologie, wenn auf die Architektur bezogen? Wird das Wohnumfeld besser, wenn, bei sonstigen gleichen Gegebenheiten, wenn die einzelnen Bestandteile eines solchen Systems komplexer miteinander verwoben seien? — Ja, vermuten die Minsker Forscher, und sehen Zukunft in der ausgewogenen Wiederherstellung dieser Bünde. Hierfür eignen sich die informativen, emissionsfreien Landschafts- und Baulösungen, und versprechen besseren Einsatz der lokalen Natur- und Kulturbestände.
Als vorläufigen Ergebnis habe die „Lokalisierung“ bereits zwei Doktorarbeiten und zwei Diplomprojekte vorzuweisen.

Die experimentelle Feldarbeit gliedere sich in zwei Teile, einen Lepel-Seminar vom 15. bis zum 25. Mai 2010, und ein Insterburg-Seminar vom 16. bis zum 26. August 2010.
Von den Entwürfen der behutsamen Einfügung moderner Architektur ins Stadtgewebe Insterburgs wird die Hand weitergereicht an den anschließenden SESAM-Treffen; eine Buchveröffentlichung folgt.