"Von der Bürgerinitiative zum Zweckprogramm"

Die Insterburger Stadtzeitung „Polüs+TV“ setzt ihre Reihe von Veröffentlichungen zum „insterJAHR“ fort und weidet eine ganze Seite dem Interview mit dem Projektbeauftragten  Eugen Welitchko, dem Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik und Verbrauchermarkfragen der Insterburger Stadtverwaltung:

Warum hat die Stadtverwaltung ein Zweckprogramm „Architektur- und Bausommer INSTERFEST-2010“ beschlossen?

— «INSTERFEST-2010″ war ein früher Name dessen, was nunmehr „insterJAHR-2010“ heiße. Das Programm zielt auf die Verbesserung der städtischen Umwelt, und auf die Restaurirung von Baudenkmälern, zumal eines unserer städtischen Denkmälern die Siedlung „Bunte Reihe“ sei (auf der gleichnamigen Straße, zur Kamswyker Allee hin), unser Draht zum berühmten Architekten des 20. Jahrhunderts, Hans Scharoun. Wir können so ein Bauwerk doch nicht ungepflegt lassen? Es wäre sicherlich ein Fehler. Doch unser Augenmerk wird nicht nur der  Architektur gelten; zumal die Maßnahmen dieses Jahres nur der erste Schritt eines umfangreichen Programms sind, bis zu seiner vollen Verwirklichung verstreicht noch einiges an Zeit und Geld.

Wie steht es mit der Finanzierung des Programms?

— In diesem Jahr sind 500000 Rubel dafür in den Haushalt eingestellt. Von weiteren Zahlen kann ich noch nicht sprechen, es wird von den Ergebnissen diesen Jahres abhängen.

Was hat die Stadtverwaltung bisher für das Programm getan?

— Erstens hat sie die Idee geprüft und für gut befunden. Am Amfang war „insterJAHR“ nichts als eine Bürgerinitiative von einigen aufgeweckten Menschen wie dem Architekten Dimitri Suchin, den Aktiven aus der Burgstiftung usw. Dann, wie schon gesagt, hat die Stadt die Finanzierung für das Projekt in den Haushaltsplan eingestellt. Einladungen sind an die Hochschulen von St. Petersburg, Moskau und z.B. Kasan verschickt worden, auf daß ihre Studenten Praktika am Projekt ableisten. Das sind künftige Architekten, Restauratoren, Grünplaner — und ihre Dozenten. Zwischenzeitig (mit der Veröffentlichung, am 18. Mai) kam der Beschluß №189 vom 14. Mai 2010, gezeichnet vom Leiter der Stadtverwaltung A.W. Demin, womit das Zwickprogramm „INSTERFEST-2010“ Gesetzeskraft erhielt. Es laufen die Vorbereitungen zur Teilnahme des Projektes an der Moskauer Architekturbiennale; am der Königsberger Städtebauschule wird von D.Suchin bereits der Ausstellungsstand montiert. Das Wichtigste aber — wir bereiten gerade für den Anfang Juni ein Kolloquium vor, es wird eines der Schlüsselereignisse des „insterJAHRes“ sein. Beste Fachkräfte aus Deutschland und Rußland kommen zusammen, um ein Konzelt, eine Strategie des Umgangs mit historischen Bauten auszuarbeiten, mit dem Insterburger Stadtkörper als Ganzem. Es wäre zu wünschen, daß die Stadtbürger sich daran aktivst beteiligen.

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