Seit dem 6. Juni wird den ganzen 7. Juni im Ersten Kanal des russischen Fernsehens (Königsberger Regionalschaltung) ein Bericht Witalij Chwalejs wiederholt: Architekten Hamburgs und Amsterdams, boten eigene Visionen für die Restaurierung Tchernjachowsks an
„In Tchernjachowsk kam ein internationales Kolloquium der Architekten und Baumeister zu Ende“ — „Fachleute aus Moskau, St. Petersburg, den Niederlanden und Deutschland besprechen die Fragen der Restaurierung und Sanierung“ — „Im Kreise Tchernjachowsk liegen 85 Geschichts- und Kulturdenkmäler, einschließlich der Denkmäler vom Bundesrang.“ Seit diesem Jahr zählzt auch die Bunte Reihe als „neuentdecktes Denkmal“ dazu: es geht nun um die notwendige Einstellung und Umgang mit diesen Denkmälern seitens der Bürger.
Seit über 30 Janhren arbeitet man in Europa am Wiederaufbau und Restaurierung von Siedlungen, die unseren in der Bunten Reihe und Kamswyker Allee aufs Korn gleichen, man hat eine gehörige Menge Erfahrungen gesammelt — uns aber fehle es an Handwerkern, die eine Wand wiederaufbauen konnten, oder einen ordentlichen Putz an eine Fassade aus dem frühen 20. Jahrhundert anbringen. Die Deutsche DenkmalAkademie ist bereit, uns die Hand bei der Vorbereitung solcher Fachleute zu reichen, und die Kollegen aus Berlin und Amsterdam — von den Wirtschaftsmodellen zu berichten, die in verscheidenen Lagen angewandt wurden und auf unterschiedliche Weise zum Ziel führen.
Nur durch Freiversuche am Ort können wir ermitteln, welche dieser Wege sich für uns am Besten eignen: ob der privatwirtschaftliche Weg der „Stadtherstel Amsterdam“ (sie ist vom Reporter zur Staatsbehörde umtituliert wirden, die Privathäuser aufkaufe — nichts könnte fälscher sein!), ob der Weg der beauftragten halbamtlichen Koordinationsbüros, wie in Berlin. Die „Bunte Reihe“ wird zum Pilotprojekt dafür, an diesem Beispiel wird sowohl die Stadt, als auch die ganze Region lernen können. Die Kosten für solche Erneuerung werden z.Zt. nichteinmal die Profis abschätzen können, doch eingehen sollte man dieses Risiko schon: in Berlin sind die wieder zum Leben gebrachten Hause gar auf die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe gekommen!
Einige Aufnahmen vom Filmen dieses Berichts: die Netzversion dessen ist doch unstatthaft klein!
Am Aufgang zum Kulturhaus
Interview Remco Vermeulens
Nach der Aufnahme, Benedict Hotze spricht Dimitri Suchin… Doch ein Rätsel bleibt trotzdem: woher nahmen die TV-Leute ihre Hamburger? Weder unter den Experten, noch unten den Zuhörern gab es sie.


