Kaufmann nach Insterburg

Neue Erkenntnisse bringt uns die fortwährende Forschungsarbeit Professor Jürgen Wenzels zur Person Hugo Kaufmanns. Wer war der Insterburger Gartendirektor (1917—1931), wohin verschlug es ihn nach dem Abgang aus der Stadt?

Bekannt geworden sind inzwischen seine Lebensstationen in Magdeburg, Karlsruhe, Stuttgart und Berlin.

Kaufmann war aus Insterburg 1931 nach Magdeburg berufen worden und dort bis zu seiner (nicht ganz freiwilligen, so wird berichtet) Pensionierung in verschiedenen Positionen, u.a. als Gartendirektor tätig. Bereits vor dem Amtseintritt entwarf er die Umgestaltung des Nordfriedhofs zu einem Park (links der Vor-, rechts der Nachzustand) und legte eine Grünanlage an der Hohepforten-Kaserne an, die zu der Zeit ein Arbeitsamt war (untere Reihe, mit Details zum Kinderspielplatz).

In 1955 übersiedelte er aus der DDR in den Westen, zunächst nach Hannover, dann Heidelberg und schließlich Stuttgart. Sein Sohn, Werner Kaufmann, wurde zum Gartenamtsleiter von Stuttgart.

Am Photo, von rechts nach links: Maria Kaufmann, Schwiegertochter Hugo Kaufmanns; ihr Mann Dr. Werner Kaufmann, Gartenamtsleiter in Stuttgart; Oberbürgermeister Dr. Klett und Alt-Bundespräsident Theodor Heuß eröffnen die Bundesgartenschau Stuttgart im April 1961.

Der Gartenamtsleiter von Stuttgart ist inzwischen verstorben, aber Professor Wenzel gelang es, Maria Kaufmann zu besuchen. Sie konnte über das weitere berufliche und private Schicksal Kaufmanns Auskunft geben, da er seit seiner Übersiedlung bei seinem Sohn und ihr lebte.
Einen eigenständigen archivierten Nachlaß Kaufmanns mit Skizzen, Plänen, Fotographien gebe es nicht.
Die Suche geht weiter.

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