Von der Geschichtskonferenz der Burg Insterburg, wie in den vergangenen Jahren am 9. und 10. Oktober abgehalten, in diesem Jahre allerdings mit einem deutlichen Architektur- und Restaurierungs-Einschlag, berichten die Nachrichten des Königsberg-Senders „Kaskade„.
Es ist unschwer, die Journalistin Marina Kusnetzowa zu begreifen: Burg-Restaurierung ist ungleich prächtiger als jede Kleinarbeit an allen anderen, vor allem den Wohnbauten — doch „insterJAHR“ widme sich eben dieser und nicht der ersteren!
Schwerer zu begreifen ist die Textpassage, die dem Beauftragten Suchin unterstellt, er ziehe der bezahlten Arbeit der Fachkräfte den Gratis-Einsatz der Volontäre vor: jede Arbeit will belohnt werden, geizig sind wir keinesfalls, allerdings auch nicht besonders reich. Stünde die Frage etwa so, wie in der Reportage dargelegt, konnten wir gewiß nach eingehendem Klinkenputzen einen Haushaltsparagraphen finden, in dem die Mittel für die Arbeiter unterzubringen wären, doch etwas wichtiges hält uns davon ab. Es ist die ewige Frage, ob solche Sonderzahlungen es vermögen, der Stadt auf die wirtschaftlich sichere Beine zu verhelfen? Ob es denn nicht richtiger wäre, bei weitaus größerem Zeitaufwand, in die nachhaltigen Arbeitsplätze zu investieren, solche also, die nach der feierlichen Einweihung der wiederhergestellten Burg nicht wieder eingehen? Man denke an die Handwerkskurse, die Jugendbauhütten, die Zulieferbetriebe: burgbezogen, werden sie die Bürger in ihren Altbauten nicht bedienen können — büјrgerbezogen hingegen werden sie mit der Zeit auch einmal die Burg angehen können!
Interessant und einer Überlegung wert ist auf jeden Fall die Idee, die zu gründenden Werkstätten irgendwo im Burggemäuer unterzubringen…