Um die Positionen zu klären, die die Seiten infolge des Königsberger Gesetzentwurfes zur Übereignung der Kirchen und Burgen an die Orthodoxe Kirche einnahmen, und auch um die Positionen einander nach Möglichkeit anzunähern, veranstaltete die Burg Insterburg am 14. Oktober 2010 Runder-Tisch-Diskussionen unter Betroffenen und Experten.
Es nahmen Teil:
- von der Burgstiftung Insterburg: Tatjana Iwanowa, Wlada Smirnowa, Alexej Oglesnew, Aldej Smirnow
- von der Königsberg-Diözese der Russisch-Orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats: Erzpriester Joseph (Ilnitzkij) der Erzengel-Michael-Kirche zu Insterburg; Priester Michael (Selesnöw), Abteilungsleiter für Kommunikation; Michael Tscherenkow, Diözesalberater, Leiter der Königsberg-Abteilung der Allrussischen Denkmalschutzgesellschaft, Generaldirektor des Senders «Russisch Land»
- vom Kulturministerium Königsberg: Andrej Popow, stellvertretender Minister
- von der Ostsee-Abteilung des Bundeskulturschutzamtes: Iwan Chichlja
- vom Insterburger Stadtrat: Andrej Bykow, Abgeordneter
- vom Königsberger Staatsarchiv: Anatol Bachtin, Hauptarchivar
- vom Friedlander-Tor-Museum: Swetlana Sokolowa, Direkteurin
- von der Königsberg-Abteilung des Staatszentrums für moderne Kunst: Elena Zwetaewa, Direkteurin
- von der Förderagentur kultureller Initiativen «Transit»: Julia Bardun, Direkteurin
Ferner:
- cand.sci. Ilia Dementjew, Dozent der Königsberger Kant-Universität
- cand.sci. Anna Karpenko, Publizistin
- Alexander Popadin, Schriftsteller
- Sergej Tschirkow, Künstler
- Peter Toropow, Künstler
(Die nachstehenden Videos sind allesamt nur in Russisch, und geben die Diskussion wie verlaufen wieder. Während der technisch bedingten Aufnahmepausen ging die Debatte weiter, wodurch einige unvermeidliche Fehlstellen entstanden)
Im gewissen Sinne kamen die Burgmannschaft, die gesitigen und die weltlichen Mächte zu einem gemeinsamen Nenner: die Arbeit an der Burg solle unvermindert und unverändert fortgesetzt werden, ohne Abstriche bei jeglichen Experimenten, wie sie bisher durchgeführt oder nur geplant.
Es bleibe lediglich der größte Mammutbrocken: dem besagten Nenner eine Verfassung zu geben, um endlich von den kräftezehrenden Debatten zu den nicht minder anstrengenden, doch weitaus fruchtbaren Arbeiten überzugehen. Es ist doch so vieles noch zu schaffen! zu lehren! zu meistern!.. und eines sei sicher — während man debattiere, schaffe man nicht.
Dabei warte die Provinz auf nichts sehnlicher als auf die neuen Meister der Fachrichtung „Insterburg“, jene, derer Arbeiten diese Projektseite ein Schaufenster sei. Hierin fanden alle drei Parteien die beste Meinungseintracht.