
Am 19. März 2010 fand in Amsterdam ein sechster „Erbetag“ statt, den das organisierende holländische Zentrum für internationale Erbschaftsaktivitäten nunmehr Rußland widmete. Die Schwerpunkte lagen in der Arbeit der Wiederherstellung und Wiederbelebung seiner historischen baulichen Vergangenheit. Urbanes Erbe spielte eine besondere Bedeutung, denn die Niederlande haben darin einiges vorzuweisen: nachdem noch vor weniger als 50 Jahren weltberühmte Amsterdamer Kanäle kurz vor Zuschüttung standen, und Altbauten wie Altgärten knapp dem Kahlschlag entgingen, wendete sich durch engagiertes Handeln das Blatt, und nunmehr stehen diese Bauten hoch im Kurs, und die Kanäle kurz vor ihrer Eintragung in die Liste des Weltkulturerbes. Diese Erfahrungen wären den „insterJAHR“ hoch wilkommen, zumal es auch in Ostpreußen holländische Spuren gab.
Während des „Erbetages“ fanden Besprechungen des „insterJAHR“-Beauftragten Dimitri Suchin mit den Vertretern von Stadsherstel Amsterdam statt (gegründet 1956, seitdem über 450 Häuser privat restauriert) — zur Frage von derer Teilnahme am Kolloquium, und der Moskauer Architekturbiennale — zur Frage von unserer Teilnahme an der Schau. Beide Gespräche verliefen zur vollsten Zufridenheit.