Die überregionale Bedeutung, die das InsterJAHR erlangt hat, verdankt es nicht zuletzt der von Dimitri Suchin betreuten phantasievollen Präsentation im Internet. Die internationale Resonanz die das InsterJAHR u.a. bei europäischen Hochschulen fand, hat auch die Stadtverwaltung überrascht und sie veranlaßt, die Veranstaltungen zu fördern. Besonders angesichts der tristen Realität Tschernjachowsks laden die Ergebnisse der Konferenzen, workshops und Seminare, diese Vielzahl von bunten Projekten zum Träumen ein, sie suggerieren Dynamik im realen Stillstand. Jedoch wie lange wird die Faszination anhalten?
Die Führungstroika sollte m.E. nicht nur neue Projekte acquirieren, sonder auch die Realisierung bestehender im Auge behalten. Viele der Projekte, wie die Bunte Reihe oder die Parkanlagen sind nur langfristig zu verfolgen. Es kommt aber auf rasche „Erfolgsmeldungen“ an, wenn das allgemeine Interesse am InsterJAHR nicht erlahmen soll. Und es gibt ja Vorschläge die mit geringen Ressourcen zu realisieren sind und in Presse und Fernsehen als große Erfolge des InsterJAHRes vorgestellt werden können, z..B. der Vorschlag der Tartu-Studenten zur Nutzbarmachung der Siegesparks oder meine Vorschläge zur Verkehrsberuhigung des Leninplatzes oder zur Sanierung des Spielfeldes im Stadion. Vielleicht kann man auch einmal mit Studenten, die 2 bis 3 Wochen bleiben oder jugendlichen Freiwilligen aus Tschernjachowsk einen Kinderspielplatz bauen. Bei Durchsicht der bisherigen Projekte lassen sich sicher weitere potentielle, d.h. einfach zu verwirklichende „Erfolgsnachweise“ finden, die für ein Anhalten der Begeisterung sorgen.
Träumen ist gut, realsieren ist besser , wie bereits Lenin sagte — wenn ich nicht irre.
Jürgen Wenzel
