Hydrologen der Universität Moskau füllen die Stadt

Ende September 2010 stand eine Frage recht unvermittelt auf den russischen „insterJAHR“-Seiten: eine Anfrage des Lehrstuhls für Hydrologie der Geographischen Fakultät der Moskauer Lomonossow-Universität ob der Möglichkeit, des Winters eine studentische Forschungsexpedition nach Insterburg zu schicken. Kaum gefragt, schon flog ein positiver Bescheid nach Moskau retour, wenngleich die Projektplaner bis dato noch nichts zum wäßrigen Element im Programm hatten. Doch was nicht war, kann nocht werden, oder?

Dank der tatkräftigen Unterstützung der Burgstiftung war es dann so weit: vom 24. Januar 2011 hält sich die Komplexe studentische hydrologische Forschungs- und Praxisexpedition des Lehrstuhls für Geohydrologie am Geographie-Fakultät der Moskauer staatlichen Lomonossow-Universität in der Stadt auf.

Die Gruppe besteht aus 6 Lehrkräften und 12 Geohydrologie-Studenten, weitere Studenten kommen von der Kartographie, der Geoinformatik und der Regionalplanung, ein Querschnitt der Fächer und auch der Semester: vom 1. bis zum 10. sind alle Jahrgänge vertreten. Zwei der Dozenten sind Doktoranwärter der geographischen Wissenschaften.

Die Hauptziele der Expedition seien:

  • den Einfluß grenzquerender Flüsse auf die Ökologie Nordostpreußens erforschen: die Wasserläufe sind hier einmalig, denn sie werden sowohl im Inlande, als auch im Auslande gespeist, in Polen und in Litauen;
  • die Flüsse und Bächer, die Kanäle und Seen, ferner Teiche, Staubecken, Sümpfe und Grundwässer Nordostpreußens erforschen und die Eigenarten ihres Wasserstandes, Hydrochemie und Hydrobiologie ermitteln;
  • die potenziellen hydrologischen Risiken im Stadtgebiet analysieren, etwa in den Überschwemmungsgebieten und an den erosionsgefährdeten Uferbereichen;
  • den Zustand der städtischen Teiche und hydrotechnischen Anlagen untersuchen.

Die Forscher führen die neusten Maschinen zur Untersuchung der Gewässer mit, inklusive eines hydrochemischen Feldlabors. Weitere Detailanalysen werden nach der Abreise in den Moskau-Laboren der Lomonossow-Universität folgen; auf ihre Ergebnisse sind nicht nur die Stadt und Kreis Insterburg wie auch der entsendende Lehrstuhl gespannt, sondern z.B. auch das Fachgebiet für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume am der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München.

Die Expedition dauert noch bis zum 4. Februar.

Комментарии

D. N. Ajbulatow 10.02.2011 в 14:22

Bericht der Expedition auf den Lehrstuhlseiten veröffentlicht.

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