Insterburger Exilschrank

Am 13. Oktober 2016 kam bei uns eine überraschende Mail ein:

Ist eigentlich bekannt, dass es aus Scharouns Insterburg-Zeit noch einen von ihm entworfenen Schrank gibt? Der wurde für seine Wohnung am Parkring gefertigt und zeigt noch deutlich Stilelemente der frühen Architektur Scharouns. Später wurde der Schrank nach Bremerhaven in das Haus Hoffmeyer verbracht und dem Schwager Scharouns überlassen. (Bilder anbei)

Jeder hofft, einmal eine Entdeckung zu machen, doch selten flattern sie so „verzehrfertig“ ins Fenster rein. Ein Briefwechsel folgte, man machte Bekanntschaft mit der Apothekersfamilie Welge, die das Haus Hoffmeyer erwarben. Bald wurde klar, die Werkliste Scharouns muß um eine neue Position ergänzt werden, bestehend aus dem besagten Schrank und einem Sofa.

Bereins in den 1990ern ging das typisch Schroun´sche Riesensofa an das Historische Museum Bremerhafen. Inzwischen restauriert, erfreut es sich dort des allgemeinen Zuspruchs. Kein Wunder, finden doch darauf bis zu 8 Erwachsene und 20 Schüler Platz!
Der Bücherschrank harrte lange seines Schicksals, bis er am 23. Januar 2017 von seiner Lagerstatt abgeholt und nach Löbau verbracht wurde. Dort im Haus Schminke. Dort verweilt er in einer temporären Ausstellung, bis seine Rückkehr zum Entstehungsort sich ergibt, in die Bunte Reihe. Hierüber schlossen die Welges mit dem Kamswyker Kreis ein Vertrag ab.

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