Lob dem Feste

Die frisch erschienene Ausgabe des „Project Baltia“-Magazins widmet ihren Blick der städtebaulichen Rolle der Festspiele, auch und gerade wenn es einmal so aussehe, als wären sie eine Spur zu groß oder zeitlich unpassend. Fort mit dem gekünsteltem Widerspruch von Arbeit und Freude! Lernet die Stadt spielen, etwa so, wie Italo Calvino es beschreibt: werdet ihr nicht vielleicht bessere Städter als früher?
Was für eine spinnerte Idee! — zumindest haben wir sie noch nicht ausprobiert, und spinnerte Ideen zur Wieder-Vermenschlichung unsere Städte hatten wir bereits viele in Erprobung.

Allerdings tragen solche Kunstversuche kaum in einer Großstand Früchte: dort kann man auch noch soviele Zeppelin-Landeplätze anlegen, ganze Horden mechanischer Elephanten durch die Straßen jagen — und nur die Kleinsten nehmen dies wahr, und auch sie für nicht allzu lange.
In den Kleinstädten hingegen vermögen die Festspuele durchaus, dem Lebenstrott vom Kopf auf die Beine zu helfen — oder war es genau andersherum? Wie dem auch sei, sie schaffen es, den bunten Trudel zum Normalzustand zu machen — und schon schwinde die graue Tristesse im Gedankenkalender.
Solche Festivals gebe es durchaus, auch in Rußland, auch in Ostpreußen.

Kenne wer den Namen?..


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