Das staatliche Zentrum für moderne Kunst (Ostsee-Abteilung) und das Kulturministerium Schleswig-Holstein präsentierten bei den russisch-deutschen Dokumentationsfilm-Tagen „Territorium Kino“ das neuste Werk der Filmemacherin Gudrun Wassermann: „Späte Heimat – Das Bauerbe in Tschernjachowsk“.
Die Photo-Video-Künstlerin aus Schönkirchen bei Kiel, Gudrun Wassermann besuchte Nordostpreußen seit 1990 mehrfach. Im Jahr 2011 führten diese Reisen zu einer Ansammlung von Interviews mit den heutigen Königsbergern. Vor der Kamera sprachen sie von Geschichte und Gegenwart, den Verbindungen von Kaliningrad und Königsberg, vom Ortscharakter. Der Name: «Kaliningrad — die Bewohner».
Nun also der zweite Film der Serie. Es geht um Insterburg, wo die Filmemacherin 1934 zur Welt kam. Um jene, die sich der Bewahrung des baulichen Erbes von Tschernjachowsk widmen. Davon gibt es einiges: mittelalterliche Burgen aus dem 14. Jahrhundert, Wohnviertel von der Jahrhundertwende, leerstehende Kasernen, Schwedlers Rundlokschuppen… Solcher Fürsprecher gibt es einige, von der Burgstiftung Insterburg zu den Gemeindemitarbeitern oder Photographen.
Im Einzelnen kommen zu Wort Olga Sidorenko (Bewohnerin der Scharoun´schen „Bunten Reihe“ und Vorstand der Eigentümergenossenschaft dort), Natalia Klimenko (Psychiater in der Sonderklinik im Schinkels Strafanstalt) und Dimitri Suchin („insterJAHR“-Beauftragter).
Premiere in Königsberg am 10. April 2014, 18:00 Uhr, „Reporter“-Kunstclub. Autorin ist anwesend. Der Film ist auf Deutsch mit russischen Untertiteln.
Sondervorführung im Alten Schloß Insterburg, 12. Juli, 18:00 Uhr. Autorin und einige Akteure sind anwesend.
Premiere in Kiel, 25. Januar 2015, 11:00 Uhr, „Kino im Pump“. Autorin ist anwesend.