Die Wyborger Künstlergruppe „Wald 7“ tritt auf dem „Insterfest“ mit ihren „Wind-Lungen“ auf.


Leichtsinning und wingig schöpften die Lungen durch die Rippen des Brustkastens und stiegen hoch empor, weit über die physiologische Grenze der Atmosphäre. Des Menschens Atem hörte auf und es begann das Leben des Kunstobjektes „die Windlungen“.
Die Lungen stiegen so hoch hinauf, das die Gewebeflüssigkeit aufkochte und alles Innere des Brustkastens auflöste. Es blieb auf der Erde ein Skelett und einige Muskeln. die, am Rückgrat fixiert, die in den Lüften schwebende Lungen festhielten.
Die Erdatmosphäre besteht aus Gasen und Beimischungen wie Staub, Wassertropfen, Eiskristallen, Meeresselzen, oder Verbrennungsprodukten.
Die Windlungen bestehen aus Fundmaterialien, aus dem, was man in seinem Haushalt fortschmiß, und aus Bauschütt. Die Gashülle der Lungen ist ein Heliumballon, an die Lungenform angepaßt, die Muskeln sind aus Seilen, die die Rippen auf der Erde mit dem atmophärischen „Sputnik“ verbinden.
Am Ende der Präsentation wird man die Windlungen in die Lüfte entlassen können, es brauchen nur die Muskeln gekappt zu werden. Der Skelett auf der Erde wird bald vom Gras überwachsen sein und sich so durchaus harmonisch in die Nachbarschaft der Ruinenburg einpassen. Vielleicht läßt es den einen oder anderen an die Vergangenheit des Ortes und die Schlachten des Ritterordens denken, wer weiß…
Leider wird die Gruppe LES7 nicht am Festival anwesend sein.