Ein Schaukasten für die Bekennende Kirche

Am Eingang zur Reformierten Kirche wird gerade das Häuschen der Gemeindebibliothek gedämmt. Darin, und nicht in der Kirche, finden in einem besonderen Schrank die Bücher der Bekennenden Kirche Platz; auch diesen gilt es zu gestalten. Woraus der natürliche Gedanke entwuchs, dem schlichten Bau der Gemeinde eine prägende Gestalt mit zu verpassen.

Die Grundidee mit der Silhouette der Lutherkirche und den Porträits der Kirchenleute bleibt.

Eine Variante mit dem Dreiviertelhelm aus der ursprünglichen Version. Hier dient er als Sichtschutz des Bibliothekseingangs und als ein Auflager des Vordaches.

Eine Variante mit dem Turmhelm als Vordach.

Eine Variante mit der Turmhelm-Silhouette und einem schmalen Regendach dahinter.

Dann aber drehen die Gedanken wieder ihre Kreise: in der Ur-Variante stach der Lutherhelm hervor, weil so bewußt anders vor dem Ziegelportal der Reformierten Kirche stehend. Nun steht er vor einem wesentlich kleineren Bau ohne Charakter — da wären ganz andere Griffe fällig! Das ganze Häuschen könnte jetzt zum Gedenkobjekt werden.

Die Silhouette der Lutherkirche wird gedoppelt und verlängert beide Stirnwände der Bibliothek im selben Putz und selben Ton. Die Schmalseiten werden mit gleichen alten Dachziegeln belegt wie beim Hauptdach des Hauses: der Umriß wird gegenüber der Zeichnung nochmals vergröbert. Die Fassade zwischen diesen „Strebepfeilern“ wird bemalt wie die Stadt es schon mehrfach getan, und zwar mit Gesichtern der Bekennenden Kirche. In Vor-Versionen waren sie am Glaszylinder angebracht. Auch der Widmungstext wird auf die Fassade gepinselt.
Aus dem Häuschen mit daran angesetzten Gedenkelementen wird eines, das untrennbar mit dem Thema Erinnerung verbunden ist.

 

Leider fand man auch an diesem Konzept keinen Gefallen.

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