Wir schrieben Oktober 2016. Bei der Konferenz in Seelow erklang der Vortrag „Der Bahn ihre Art zurückgeben“.
Ein Friededensvortrag: das Gleis will verbinden, will stärken, Partner sehen und sähen — läßt die Keulen sein! Die heftigst propagierte RailBaltia diente in ihrer jetzigen Form als ein Beispiel für so eine Keule; die Ostbahn — für eine alle Seiten stärkende Hantel. Diese brachte Entwicklung in die vernachlässigten Kreise — jene bringt nichts, ist wirtschaftlich unsinnig. Meridionalverkehre sind nicht zu erwarten, alles laufe auch jetzt noch aus Richtung Moskau zu den Ostsee-Häfen. Noch laufe es. Die einzigen, die die neue Verbindung vorwegnahmen wären nur die NATO-Transporte — also läßt den Unsinn! Folgt den Finnen und ihrer „Allegro“-Bahn! Auch die Ostbahn kann eine Entwicklungs-, statt Spannungsregion sein: Keulen zu Hanteln!
Und sollte wer was überhört haben, der Volltext wurde bei der Konferenz verteilt.
Doch nun ist ein Jahr vergangen und es schreibt im Berliner Senat ein Herr Kirchner seines Amtes:
„…Leider hatte der Vertreter der Stadt Tschernjachowsk (vermutlich aufgrund politischer Vorgabe der russischen Regierung) auf einer Tagung […] mit Hinweis auf die Nutzung der „Rail Baltica“ durch Militärtransporte der USArmee bei Militärmanövern der NATO erklärt, dass unter den derzeitigen politischen Rahmenbedingungen eine Zusammenarbeit zur Verbesserung der Bahnverbindungen in das Oblast Kaliningrad nicht möglich ist.“
Werter Regierender Bürgermeister Michael Müller.
Sie haben in der Umwelt- und Verkehrsverwaltung einen ausgewiesenen Betrüger. Vielleicht klaut er noch nebenbei ihre Bleistifte. Bitte handeln Sie!