Eine Musiklehrerin und ein Rabbiner, ein Bankier und ein Bierbrauer, oder sogar ein Architekten, lebten so der Stadtplan, in den selben Häusern wie ein Funker, ein Dichter, ein Bürgermeister und ein Chirurg. Nur — zu verschienenen Zeiten. Gemeinsam hatten sie die Sorge um ihre, nunmehr uns anvertraute Stadt Insterburg. Doch wie wenig wissen wir von unseren Vorgängern!
„Menschen machen die Stadt” bringt verdiente Bürger ins Stadtbild. Fassaden, heute stumm und flach, gewinnen an Tiefe, die Geschichtsfäden finden zusammen, und auch die Gegenwart findet ihren Platz. Der Anonimität entrissen, wird ein Flecken auf der Landkarte zur Adresse, eine Wohnstätte zum Zuhause und ein Quartierant zum verantwortlichen Besitzer.
Eine besondere Stellung nimmt im Projekt die Adresse der einstigen Synagoge ein.
Ostpreußen baut wieder auf: macht mit!